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Summer Breeze 2003 Die Anfahrt zum Summer Breeze verlief
dieses Jahr etwas über Umwege. Am Mittwochabend fuhr JJ Timo und
mich nach Dortmund, da wir dazu auserkoren waren, den Metal-Train Bus
(was für ein Name) zu begleiten. Die zwei, die in Dortmund einsteigen
wollten, waren auch schon da. Nur der Bus irgendwie nicht…. Nachdem
aber auch dieser um 22 Uhr eintrudelte, machten wir uns auf den Weg, die
Anderen aus den übrigen Städten einzusammeln. Der Busfahrer
war wegen dem Fahrplan sichtlich entgeistert, da er wohl wesentlich weniger
Zeit eingeplant hatte. Ich will gar nicht daran denken, was er über
die „Musik“ gedacht hat. Selbst ich hab daran gedacht, mal
heimlich eine von meinen CDs dazwischenzuschmuggeln. Da ich jedoch schon
mitbekommen hatte, dass es sich nicht wirklich um musiktolerante Gestalten
in unserem Bus handelte, fürchtete ich, gesteinigt zu werden und
ließ es lieber…In den ersten Städten waren alle so überpünktlich,
dass wir nach ca. 3,5 Stunden einen Vorsprung von einer Stunde herausgefahren
hatten. Dann kroch der Fahrer in die Koje und der zweite übernahm
das Steuer… das war es dann mit dem Vorsprung! Nachmittags fuhren Tom und ich dann wieder los und kamen pünktlich zum Rageauftritt an. Ich stürmte in die erste Reihe und er ins Schäggyzelt (wohin auch sonst). Der Typ hinter mir hatte erst vergebens an einem Mädel rumgegraben (sie war kurz davor, ihm eine zu knallen) und stieg dann aus Sicherheitsgründen wohl lieber auf mich um. Keine schlaue Entscheidung, wer mich kennt, der weiß, dass man mir bei einigen Konzerten nicht zu nahe rücken sollte… Rage gehören dazu! Er stand jedenfalls zu dicht hinter mir und ich hab ihn quasi niedergebangt (hab ja hinten auch keine Augen!). Es winselte irgendwas von ner gebrochenen Nase (nö, glaub ich nicht) und verzog sich. Danach hatte ich wenigstens genug Platz, hihi. Den Rest des Tages stand ich dann doof (keine Kommentare bitte!) in der Gegend rum und wartete, bis ich grünes Licht für die Heimfahrt bekam. Um 3 Uhr krabbelte ich dann endlich in mein Bettchen. Freitagnachmittag sammelten wir Nitsch ein und düsten wieder los. Auf dem Gelände ergab sich dann wieder das übliche Bild: Nitsch und ich düsten in die erste Reihe und Tom ins Schäggyzelt. Während Primal Fear wurde wie gewohnt gegrölt, gebangt und lautstark mitgesungen, zumindest erstmal bis zum Drumsolo. Denn hinter der Schießbude saß zum ersten Mal der neue Drummer und das fand ich alles andere als witzig! (Untertreibung des Jahrhunderts). Nach Primal hing ich dann wie Falschgeld in der Gegend rum und später schaute ich noch bei Children of Bodom vorbei, wo ich mich ein paar Mal umhüpfen ließ (als wenn ich nicht schon klein genug wäre). Eigentlich wollten wir uns dann später noch In Extremo anschauen, da der Durchgang zur Bühne aber so schmal war und wir keinen Bock auf stundenlanges durchschleusen hatten, gingen wir alle auf große Shopping-Tour. Nitsch und ich entdeckten pinkfarbene Felljacken, die wir anzogen; mein absoluter Favorit war jedoch eine Pudelmütze mit zwei Hörnern! Da diese auch noch ein Loch hatte, durch das ich meine Haare zog, konnte ich mich endgültig zum Affen machen. Als sich Tom dann auch noch einen Rock anzog (und kaufte!), verstanden die Anderen die Welt nicht mehr. Auf dem Heimweg verlor „ich-verlier-alles-Tom“ dann noch seine Pässe auf der Landstrasse, woraufhin wir diese wiederholt ablatschen und abfahren durften… danach machte er dann, wie sollte es auch anders sein, bubu, und Nitsch hielt mich wach. Am Samstag machte ich mich dann alleine auf den
Weg, da die Anderen erst zum Fußball wollten. Mein Weg fand jedoch
gleich am Auto ein abruptes Ende, dieses sagte nämlich keinen Ton!
Der Nachbar fand seine Batterie dann nach einigem Suchen im Kofferraum
und gab mir Starthilfe. Kurz vor Abtsgmünd standen dann Nitsch und
Michel vor mir, so dass wir gemeinsam auf das Gelände und natürlich
in die erste Reihe, gingen. Dabei stieg ich über ein Mädel hinweg,
die mit dem Rücken zur Bühne in der ersten Reihe saß und
den Boden anstarrte. Der Typ neben mir empfand das wohl als dreist, woraufhin
ich ihn erstmal darüber aufklärte, dass es doch tatsächlich
Leute gibt, die die Bands sehen wollen und feiern wollen. Ey, wo sind
die Zeiten, wo man ohne Rücksicht nach vorne stürmte und das
für alle normal war? Muss ich mich heute schon entschuldigen, wenn
ich mich nicht hinten anstell??? Naja, ich wollte dann doch noch nett
sein und fragte den Security, ob er nicht etwas Wasser für sie hätte,
da sie nicht so fit war… Hm, er schüttete ihr dann eine Flasche
über den Kopf...ups, so hatte ich das eigentlich nicht gemeint….
egal. Diesmal konnten wir dann zum Glück schon in Köln aussteigen, wo Timo und ich noch einen auf Kultur machten. Naja, genau genommen rasten wir einmal um den Dom, warfen einen Blick rein und überlegten, ob wir nicht ne kleine „Tanzeinlage“ zum Orgelspiel abliefern sollten : -) Das ließen wir dann doch und warteten auf Klenky, der uns wieder zu unseren Autos nach Abtsgmünd brachte. Unterwegs flog dann noch ein Fahrrad über die Autobahn (ich dachte schon, der Schlenker lag daran, dass Klenky vielleicht zu tief in die Flasche geguckt hatte) aber sonst ging alles glatt, wenn man mal davon absieht, dass ich es nicht so lustig fand, dass wir quasi bei mir vorbeifuhren, ich aber erst mein Auto holen musste und deshalb erst drei Stunden später zu Hause war. |