WOA 2004

Da ich dieses Jahr nicht mit dem Metal Train nach Wacken fuhr, konnte ich die ganze Anfahrt etwas ruhiger angehen. Ich schlief also aus und machte mich dann so gegen 10 Uhr ganz gemütlich auf den Weg. Da sowohl mein Freund Tom als auch ich ein wenig skeptisch waren, ob mein alter Corsa mich auch wirklich heil zum Festival bringen würde, hatte er mir seinen Kadett geliehen, den wir bis dahin für sehr zuverlässig hielten…

Nach stundenlangem Gesinge und Gegröle auf der Autobahn (schließlich musste ich mich ja auf die kommenden Tage einstimmen und alleine war ich auch im Auto, es drohte also keine Anzeige wegen Körperverletzung oder Ähnlichem :-) kam ich dann endlich in dem schon fast legendären Wackenstau an. Da es jedoch noch relativ früh war, konnte ich diesen recht schnell hinter mir lassen und mich in die Schlange am Backstage Check In einreihen. Da ich gleich Berny von Wicked Sensation entdeckte, konnte ich die letzten paar Meter der Reihe hinter mir lassen und hoffte somit, nicht allzu lange anstehen zu müssen. Angetrieben von meinem gnadenlosen Optimismus versicherte ich dann Alex, die noch etliche Kilometer vor Wacken hinter einigen Wochenendausflüglern hertrudelte, dass ich notfalls Andere vorlassen werde, um erst an der Reihe zu sein, wenn sie und Tommy auch da sind. Super Idee!!! Alex kam eine knappe Stunde später und ich war bis dahin ganze 7 Meter vorwärts gekommen…. Schlappe 10 lagen also noch vor uns! Bei dieser Affenhitze definitiv eine ungeeignete Art, seine Freizeit zu verbringen!

Irgendwann hatten wir dann doch unsere Pässe und ich versuchte wie verabredet Tom zu erreichen. Dass er sich schon wieder völlig abgeschossen hatte überraschte mich nicht wirklich; da Nitsch mir aber sagen konnte, wo die Anderen zelteten, kamen auch wir sicher an unserer Schlaf- und Shäggyvernichtungsstätte an :-). Mein Zelt stand schon und so half ich bei Alex und Tommy mit. Mit der Professionalität Tommy`s konnten wir jedoch nicht mithalten und so beschränkten wir uns auf das, was wir wirklich können… wir rückten der ersten Shäggyflasche zuleibe. Das Ergebnis war, dass wir schon kichernd neben dem Zelt hingen, als dieses noch gar nicht richtig stand und Tommy nur mit Mühe seine steigende Ungeduld verbergen konnte.

Nachdem wir ihn dann auch noch fast ernsthaft für seine beispiellose Genauigkeit beim Grillaufbauen bewunderten, hatten wir dann wohl endgültig die A…karte gezogen. Aber er schlug sich wirklich tapfer! So verbrachten wir also den Nachmittag, eierten ein wenig über den Campingplatz und schauten uns um, wer noch so alles dort war. Ich, die sich teilweise in der Gruppe etwas deplaziert fühlte, wartete darauf, endlich das Gelände stürmen (na ja, in diesem Zustand war das schon eher eine Herausforderung für mich) zu können. Das tat ich dann auch und schaute mir die Bands an. Positiv überrascht von Zodiac Mindwarp, beschloss ich, mir auch Motörhead anzusehen, auch wenn sie nicht wirklich zu meinen Lieblingsbands gehören. Wie erwartet war ich von der grenzenlosen Toleranz eines Großteils der Onkelzfans tief beeindruckt. Egal, wer sich gerade auf der Bühne befand, es ertönten immer wieder Onkelz-Sprechchöre und ich fragte mich schon, ob das nun das ganze Wochenende so weitergehen soll und befürchtete, früher oder später etwas auf meine eh schon geprellte Nase zu bekommen, da ich mal wieder die Klappe nicht halten kann…

Dem entging ich dann glaub ich auch nur, weil sich keiner an das wie geisteskrank bangende Etwas herantraute… Klar, die Glatzenflut um mich herum konnte nicht wirklich mitmachen… Nachts rollten dann aber die ersten Onkelzfans vom Hof und wir verfielen nicht wirklich in Trauer. Ich weiß gar nicht mehr so richtig, was wir an diesem Abend noch taten aber am Freitagmorgen hatte unser Shäggyvorrat beträchtlich abgenommen :-).

Irgendwann krabbelten wir aus unseren Zelten und ich schleifte mich in Richtung Dusche. Schon allein das Finden einer funktionsfähigen Dusche erwies sich für mich schon als ein fast unüberwindbares Hindernis: Zuerst stürzte ich ganz stolz, so schnell eine leere Duschkabine gefunden zu haben, in eine Nische, die keinen Vorhang hatte. Da ich aber, genauso wenig wie die Anderen, nicht den ganzen Container unter Wasser setzen wollte, sprang ich in die nächste freie Kabine. Die hatte dann allerdings keinen Wasserhahn… Währenddessen wurden zwei intakte Kabinen frei, in die aber sofort zwei andere Mädels stürmten und ich, etwas begriffsstutzig und unter den Nachwehen des letzten Abends leidend, stand wieder wartend im Gang…

Irgendwann konnte ich dann aber doch frisch geduscht zum Zelt zurückkehren. Ich packte meinen Laptop und das Ladegerät für die Digi und verzog mich ins Pressezelt, um alles wieder aufzuladen und den Chip von den ersten paar Hundert Bildern zu befreien. Ich war schon recht früh aufgestanden, und so war mein Akku pünktlich zum Auftritt der ersten Band wieder aufgeladen und ich trottete los. Da Orphanage und Mnemic zeitgleich auftraten, entschloss ich mich zuerst einen Blick auf die Black Stage und somit auf Orphanage zu werfen. Auch wenn sie mir eigentlich ganz gut gefielen, wanderte ich doch bald zur Party Stage weiter. Mnemic hatten mir schon beim Earthshaker Fest gefallen und deshalb wollte ich sie mir gerne noch einmal ansehen. Ich kämpfte mich also durch die Fans nach vorne, machte meine Bilder und genoss den Gig.

Nachdem der letzte Song zu Ende war, hatte ich genau 5 Minuten, um mich zur True Metal Stage zu bewegen, wo Paragon als nächste an der Reihe waren. Die fand ich ja völlig geil! Schwer zu erraten, dass ich sie mir auch ziemlich bis zum Schluss anschaute. Während des letzten Songs packte mich dann aber doch der Durst und ich machte einen kleinen Abstecher zu meinem Zelt. Meine bessere (?) Hälfte und der Rest der Chaoten hatten sich schon festgesessen und sahen nicht so aus, als würden sie in nächster Zeit ihren Standort wechseln wollen. Ich berichtete ihnen also kurz, was sie so verpassten, stürzte eine extra Carola-Festival-Mischung Shäggy hinunter und machte mich mit meiner Kamera wieder auf die Socken…

Als nächstes standen Raunchy, Cathedral, Weinhold und Arch Enemy auf meinem Plan. So wirklich wusste ich bei keinem von ihnen, was mich erwartet und somit ließ ich mich überraschen. Bei Raunchy blieb ich nicht sehr lange, von Cathedral war ich überrascht, ich dachte eigentlich, sie wären wesentlich härter (und für mich hart an der Schmerzgrenze), Arch Enemy waren noch nie wirklich mein Fall und änderten auch in Wacken nicht viel daran (auch wenn ich die Sängerin schon faszinierend finde) und von Weinhold bekam ich dann leider nicht mehr so viel mit, weil ich einfach zu sehr "getrödelt" hatte :-)

Eigentlich hatte ich vor, an dieser Stelle eine kleine Pause einzulegen… Als ich jedoch an der Party Stage vorbeikam und dort Dyonisus, die ich bis dahin noch nicht kannte, hörte, änderte ich mal wieder meinen Plan. Und da mir die Jungs wirklich gut gefielen, blieb mir danach auch nur ganz wenig Zeit, um mich wie verabredet mit Nitsch zu treffen und dann zu Brainstorm zu gehen. Dieser Auftritt war dann auch mein Highlight des Tages! Ich war richtig überrascht, wie viele sich außer Nitsch und mir vor der Bühne eingefunden hatten und vor allem, wie viele dieses ganz offensichtlich taten, weil sie große Fans dieser Gruppe waren. Also, dass die Band nach diesem Auftritt keinen Höhenflug bekommen haben, hat mich ja schon etwas gewundert :-). Sie wurden gefeiert wie ich es bei ihnen eigentlich noch nie erlebt habe. Aber gegönnt hab ich es ihnen allemal!

Nun kam sie endlich, meine "gewerkschaftlich vorgeschriebene" Pause…. dachte ich… Ich setzte mich zu den Anderen ans Zelt, hatte gerade mal die erste Mischung vernichtet (und das dauert ja bei uns nicht wirklich lange), da bettelte mich Yeti an, ich solle doch bitte Bilder von Satan machen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich Satan überhaupt nicht kannte und mir die Socken so langsam qualmten, hatte ich überhaupt keinen Bock! Ihr Glück war allerdings, dass wir im Backstage genau auf Höhe der Party Stage zelteten und somit den Beginn von Satan mitbekamen. Nun ja, was soll ich sagen… ich fand sie gar nicht schlecht und in diesem Fall kann ich meinen Hintern ja nur sehr selten weiter in den Campingstuhl drücken. Ich latschte also wieder los…

Anschließend standen Feinstein/ The Rods (die waren ja wohl nur obergenial, mein Stiefvater konnte sich schon vor 20 Jahren nicht so viel bewegen die der ältere Herr da auf der Bühne es heute noch tut!!!), Grave Digger, Kotipelto und Dio. Ehrlich gesagt war ich schön völlig fertig aber Destruction konnten Nitsch und ich uns dann doch nicht entgehen lassen. Aber wir hatten die Menge definitiv etwas unterschätzt. Uns von den Seitenhieben und Schienbeintritten nicht abhalten lassend, landeten wir irgendwie in der vierten Reihe oder so, nur dass ich da nun gar nichts mehr sah, außer den entzückenden Rücken des völlig durchgeschwitzen Typen vor mir. Ganz toll. Was mach ich in solchen Situationen? Bangen wie eine Geisteskranke und im Notfall anfangen zu pogen… Denkste, das machten in diesem Fall alle und ich hatte nicht die geringste Chance, mir dadurch auch nur einen Zentimeter Platz zu verschaffen. Ganz im Gegenteil, nun dachten wohl alle, ich stelle mich bereitwillig als Opfer zum überrennen (wofür ich ja schon allein durch meine Körpergröße von 1,58m prädestiniert bin) zur Verfügung. Ich muss gestehen, die Lust, mir Destruction weiterhin aus dieser Nähe anzuhören (gesehen hab ich ja eh nichts), verschwand relativ schnell und wir versuchten uns irgendwie an den Rand zu retten. Irgendwann kam ich dort auch an, meine Jacke jedoch nicht :-(. Schmier, der eh noch auf einen Shäggy bei uns vorbeikommen wollte, wurde dann später von mir darüber aufgeklärt, dass er mir nun eine Jacke schulden würde und diese dann ja gleich mitbringen könne :-)

So langsam hatte ich echt die Nase voll, Doro, bzw. Blaze, der mit ihr zusammen auftrat, wollte ich jedoch nicht verpassen. Also kämpfte ich mich noch einmal durch die Massen, fand ein paar Iron Maiden Fans, die mit mir lautstark die Songs mitgrölten und Hirnzellen hin- und herschüttelten und verkrümelte mich dann in Richtung Zelt. Im Backstage traf ich dann noch Tom, der sich unbedingt Quireboys anschauen wollte. Ich konnte mich zu nichts mehr überreden, fiel halbtot ins Zelt und konnte von dort aus wenigstens hören, was sich Tom anschaute…

Den Samstag begann ich dann mit einen guten Vorsatz: Ich hatte vor, an diesem Tag nicht
viel zu trinken und auch relativ früh aufzuhören, um eventuell schon nachts losfahren zu können. Der Grund dafür war ganz einfach: Sowohl in Schleswig Holstein als auch in Berlin waren die Sommerferien an diesem Wochenende vorbei und ich hatte die Hoffnung, so wenigstens einem Großteil des Staus zu entkommen. Super Vorsatz….

Nach dem Aufstehen kämpfte ich mich wieder zur Dusche vor (ich hatte ja inzwischen gelernt, auf was ich da so achten musste). Danach hockte ich mich wieder ins Pressezelt, um meine Akkus zu laden. Da die Chinchillas auch schon fleißig an ihrem neuen Cover arbeiteten, hatte ich auch ein wenig Unterhaltung. Auch Tom setzte sich ein wenig zu uns, es war glaub ich das einzige Mal, wo ich ihn zumindest relativ ansprechbar erlebt habe :-). Ich unterhielt mich noch ein wenig mit Jutta Weinhold, deren Herzlichkeit mich wirklich beeindruckte.

Kurz vor 12 begann ich dann schon wieder Stress zu verbreiten, da ich mir Mystic Prophecy anschauen wollte. Besonders freute ich mich darauf, Gus (damals war er zumindest offiziell noch Mitglied von Dream Evil) endlich einmal wieder zu sehen, wo er doch beim Earthshaker nicht bei Dream Evil dabei war. Als ich dann aber auch noch Markus auf der Bühne entdeckte, war ich ziemlich sprachlos. Zwar hatten wir in Balingen den einen oder anderen Shäggy zusammen getrunken, dass er jedoch zum festen Live Line-up von dieser Band gehört, war bis mir dahin nicht bekannt. Den anderen meiner Truppe offensichtlich auch nicht, sie ärgerten sich nämlich, als ich ihnen später davon berichtete. Anschließend unterhielt ich mich noch kurz mit Gus, der sich gerade erst durch meine Homepage durchgewühlt hatte und mir davon berichtete…

Anschließend sah ich mir mal wieder Death Angel an, die mich live zwar immer wieder in ihren Bann ziehen, von denen ich mir aber wahrscheinlich niemals eine CD freiwillig anhören würde. Nach ein paar Songs zog ich mich dann mal wieder in Richtung Zelt zurück, kam jedoch nicht sehr weit, da mir Blaze über den Weg lief. Er machte sich Sorgen, dass er sein Zelt (und ich rede hier von einem richtigen Zelt meine Herrschaften!) nicht aufgebaut bekommt und zog erst weiter, nachdem ich ihm vergewisserte, dass Alex und ich ihm dabei helfen werden, wenn gar nichts mehr geht. Allerdings hatte Alex an diesem Wochenende ein Wehwehchen nach dem anderen und ich machte mir schon Sorgen, ob sie dazu überhaupt in der Lage sein würde.

Am Zelt angekommen, schnappte ich mir Tom und wir bummelten ein wenig über das Gelände. Dass mir dadurch Unleashed entgingen, konnte ich recht gut verkraften, unser kurzer Abstecher zur Black Stage hat mich nicht wirklich in Begeisterung versetzt. Irgendwie entdeckten wir auch nichts, was wir unbedingt haben wollten und so kehrten wir bald wieder zu unserem Zelt zurück. Tom widmete sich dem Shäggy und ich blieb meinem guten Vorsatz treu und zog es vor, mir Anthrax ansehen zu gehen. Auch wenn sie mir in den letzten Jahren immer mal wieder auf den Festivals "begegneten", schau ich sie mir jedes Mal wieder gerne an!

Damit war dann mein Bandmarathon beendet… Zurück im Party-Areal des Backstagegeländes angekommen, sah ich Andy und Haan von den Traceelords. Beim Earthshaker Fest einige Wochen zuvor hatte mich diese Band echt beeindruckt, da sie, unbeeindruckt von den paar Hanseln, die sich vor der Bühne eingefunden hatten, eine super Show hinlegten und mich mit ihren Sprüchen immer wieder zum Lachen brachten. Ich sprach sie also an und irgendwie quatschten wir uns ziemlich fest. Das Gespräch beschränkte sich allerdings darauf, dass einer den anderen auf den Arm nahm oder besser gesagt: Gnadenlos veräppelte! Nitsch kam dann auch noch dazu und somit war die Katastrophengruppe komplett.

Irgendwann verabschiedeten wir uns, da wir zur Pressekonferenz von Helloween gehen wollten. Naja, irgendwie hatte ich an diesem Wochenende nicht so das Glück mit Pressekonferenzen, immer wenn ich zu einer erschien, dann fiel diese aus! Durch diese Erfahrung schon sensibilisiert, ging ich nach kurzem Warten raus zu Weiki und fragte ihn, was nun sei… Er erklärte uns dann, dass die Konferenz leider nicht stattfindet.. na toll! Egal, so haben wir dann einen zusammen getrunken und uns über gemeinsame Freunde unterhalten. Irgendwann machte ich mich dann auf die Socken, um einen einigermaßen guten Platz vor der True Metal Stage zu ergattern. Das gelang mir auch und so konnte ich Helloween, die ja schließlich zu meinen Lieblingsbands gehören, wieder mal aus nächster Nähe sehen…

Als ich danach zurück ins Backstage wollte, lief mich Blaze über den Haufen (sein Zelt stand inzwischen) und überredete mich, mit zu Knorkator zu kommen. Obwohl, überreden musste er mich da eigentlich gar nicht, ich wollte sie mir eh kurz anschauen. Nitsch überredete mich noch, mit zu Children of Bodom zu kommen, ich wollte mir aber auch langsam mal eine kleine Auszeit nehmen und ging nach ein paar Minuten ins Backstage zurück. Sie begleitete mich und prompt liefen wir auch wieder den Traceelords über den Weg. Mein guter Vorsatz wurde kurzerhand für nichtig erklärt und im Nu hatten wir eine Flasche Shäggy zu viert geleert (halt, Tom hat auch einen mitgetrunken :-) Oh man oh man….. Nun schwankten wir um die Wette, schauten uns Saxon an und ich zog mich bald wieder nach hinten zurück, da ich Tom dort entdeckt hatte. Während er sich festquatschte wurde ich langsam müde.

Die letzten drei Bands dieses Abends rissen mich dann auch nicht so von den Socken, dass ich sie mir unbedingt ansehen musste und so fing ich langsam an, in meinem Auto genug Platz zum Schlafen zu schaffen (das Zelt war schon abgebaut, da Tom es nachts mit dem Metal Train wieder nach Ludwigsburg nahm). Da jedoch alle Nase lang jemand vorbeikam und mich vollquatschte, gab ich mein Schlafvorhaben auf und ging wieder zu den Anderen nach vorne…

Sonntag früh machte ich mich dann ziemlich früh vom Acker. Anfangs lief alles wie geschmiert, es gab keine Polizeikontrollen, die mich unnötig aufhielten und bis nach Hamburg kam ich auch ohne in einen Stau zu geraten. Kurz nach Hamburg fing das Desaster dann aber an… Sämtliche Warnanzeigen an meinen bzw. Toms Auto spielten verrückt, die Tankanzeige fiel rasant und ich verließ sicherheitshalber die Autobahn. Kaum war ich auf der Landstrasse, ging das Auto aus und alles war tot…. Ganz toll! Nur gut, dass ich extra nicht meinen Corsa genommen habe, da der Kadett ja zuverlässiger ist…Ich machte dann also einen auf schieben und hatte Glück, dass die nächste Tanke nicht weit war. Der ADAC versprach, so schnell wie möglich zu kommen, verfuhr sich jedoch und brauchte so doch etwas länger. Nach einigem Hin und Her hatte er der nette Herr einige abgebrochene Teile notdürftig mit Drähten festgebunden und ich konnte mich wieder auf die Socken machen. Inzwischen war dann natürlich halb Norddeutschland auf der Autobahn und ich mittendrin…. stundenlang… bis ich dann entnervt die Autobahn verließ und mich über die Landstrasse nach Berlin durchkämpfte.

Nach langen 8,5 Stunden (für 400 Km!!!) kam ich dann endlich in Berlin an und fiel totmüde ins Bett. Das W:O:A: war den Stress auf der Heimfahrt aber auf jeden Fall wert, ich freu ich jetzt schon auf das nächste Jahr, und wenn mich mein Auto mal wieder im Stich lässt, dann lauf ich halt zur Not hin :-)

See you in 2005!!!