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Bang your Head 2004
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Im Unterschied zu den letzten Jahren fuhr ich dieses Jahr nicht schon am Donnerstag nach Balingen. Da ein paar Freunde von uns in München bei Queensryche als Vorband spielten, entschlossen wir uns kurzerhand, dorthin zu fahren und uns erst Freitag früh auf den Weg zum Bang Your Head zu machen. Also kamen wir am Freitag um kurz nach 11 Uhr am Festivalgelände an, Eddy und Tom holten ihre Pässe und ich mein Ticket, das für mich als Street-Team Mitglied auch an der Passausgabe hinterlegt worden war, ab. Nach einigen Überredungskünsten durften wir mit unserem Auto kurz auf den Campingplatz fahren, um unsere Sachen auszuladen. Nachdem wir alles auf einen großen Haufen geworfen hatten, ging erstmal die Begrüßungszeremonie los. Ich wusste ja gar nicht, dass wir es dieses Jahr doch wirklich mal geschafft hatten, alle zusammen zu zelten! Sanne war, beladen mit all unseren Zelten, schon am Vortag angekommen und hatte unsere Zelte mit aufgestellt. Die arme, das Zelt von Eddy aufzubauen war sicher kein Spaß, nicht umsonst hat sie es "das Monster" getauft :-). Während Tom das Auto wegbrachte, konzentrierte ich mich auf die wirklich wichtigen Dinge: DEN SHÄGGYYYY. Schließlich musste das Wiedersehen mit Alex und Tommy ja gefeiert werden. Ich räumte dann aber doch in Null Komma nichts unsere Sachen ins Zelt, da ich ja schließlich auf`s Gelände wollte, um ein paar Bilder zu machen. Die erste Band "Cage" hatten wir schon verpasst, also stürzte ich mich bei "Ruffians" ins nicht vorhandene Gedrängel und machte einige Fotos. Währenddessen verzog sich Eddy in den Backstagebereich (er hatte sich netterweise dazu bereit erklärt, meinen Fotopass für mich abzuholen), kam aber bald zurück, wahrscheinlich angetrieben vom Shäggy-Durst, smile. Ich war kaum 10 min. da, als ich auch schon auf die ersten Bekannten traf: Dany (mit Freundin) und Cordula waren schon fleißig am Feiern, Andere litten noch unter den Nachwehen des Vortages muss wohl wieder eine geniale Party auf dem Campingplatz gewesen sein. Ich fand es aber gar nicht so schlecht, diese Party verpasst zu haben, schließlich war ich ein Jahr zuvor am Freitag früh schon völlig verkatert gewesen. Das Gefühl, bei einem Festival am Freitag mal ausgeschlafen (na ja, das ist dann doch etwas übertrieben, wir waren ja erst mitten in der Nacht aus München zurück gekommen) und fit über`s Gelände laufen zu können, war für mich eine völlig neue Erfahrung :-). Eddy ging zurück und ich folgte ihm kurz darauf. Wie bei jedem Festival war Peter wieder einer der ersten, die mir über den Weg liefen, gleich darauf folge Frankfurt. Auch er schien noch ein wenig mit den Nachwehen der letzten Nacht zu kämpfen Bevor die nächste Band, "Shok Paris", auf die Bühne ging, blieb uns noch Zeit für den einen oder anderen Shäggy. Aki und Jeannine hatten derweil mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Da Aki seinen Pass noch nicht hatte (Stefan gurkte irgendwo mit der Akkreditierung herum und war nicht erreichbar), wurde er auch nicht auf den Zeltplatz gelassen. Während Jeannine sich über die Verbohrtheit des Security-Typen aufregte (zurecht, da sind genug rein- und rausgelatscht, ohne kontrolliert worden zu sein), beschloss Aki, sich dann halt noch das ein oder andere Bier zu gönnen. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die beiden sich unserer fröhlichen Shäggy-Runde anschließen konnten. Mein hektisches "Oh, die nächste Band fängt an!" wurde von Aki nur mit einem Grinsen kommentiert, er hatte ja letztes Jahr in Schweden schon mitbekommen, dass es bei Festivals kaum eine Band gibt, die ich nicht sehe, auch wenn vier Bands gleichzeitig spielen :-). Ich kurvte also los, machte schnell ein paar Bilder von Shok Paris (die rissen mich nun nicht wirklich von den Socken) und düste wieder zurück zur Quelle des dunkelbraunen Getränks. Da ich allerdings ständig irgendwelche Leute traf, man soll kaum glauben, dass ich knappe 700 Km weit entfernt wohne, kam ich nicht besonders schnell voran das führte dann dazu, dass ich, kaum am Zelt angekommen, auch schon wieder losdüste, um Kingdom Come zu sehen. Tom warf seine neue Errungenschaft, einen Grill, an und bekam schon einen ziemlichen glasigen Blick. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so genau, wann er zum ersten mal in Richtung Bühne aufgebrochen ist Nachdem ich nach einigen "Fotominuten" zurückkehrte, um auch ein Würstchen abzugreifen (auch bei mir hatte der Shäggy inzwischen seine Spuren hinterlassen), kam von Blaze eine SMS, dass er sich mit Alex, Vicky und mir treffen will. Naja, dachte ich mir, dann verschieb ich das Würstchen halt wieder Wir drei zwuckelten also los und lachten uns darüber schlapp, dass Blaze doch tatsächlich darauf hoffte, uns nüchtern anzutreffen! Als wenn er uns schon einmal nüchtern bei einem Festival getroffen hätte aber im Gegensatz zu den Jahren davor waren wir diesmal wahrscheinlich doch noch leichter zu ertragen, smile. Nach einigen Minuten ging Blaze dann hinter die Bühne und Alex und ich verabredeten uns für die erste Reihe (eh klar). Da trafen wir uns dann auch ein paar Minuten bevor Blaze auf die Bühne ging. Wir grölten, bangten und sangen mal wieder wie die bescheuerten, versuchten nebenbei noch Bilder zu machen und bekamen das alles doch ganz gut unter einen Hut. Der Typ neben mir (oh man, jetzt hab ich den Namen schon wieder vergessen . Tom, Ralf oder so aber nett war er) schaute anfangs zwar etwas skeptisch, da er aber mindestens 2 Meter größer war als ich (was ne Kunst, ich weiß), war die Gefahr, meine Haare ins Gesicht zu bekommen für ihn aber sowieso nicht besonders groß. Nachdem Blaze von der Bühne gegangen waren, verabschiedete sich auch Alex plötzlich. "Hm", dachte ich, "dann muss ich bei Primal Fear wohl alleine weitermachen". Auch wenn mir das nicht wirklich etwas ausgemacht hätte, habe ich mich trotzdem gefreut, als Peter mit "seinen beiden Frauen" auftauchte. War ja auch klar, die drei tauchen bei Primal genauso regelmäßig wie ich auf. Ich verzichtete also, wie auch schon bei Blaze, auf den Fotograben und zog es vor, den gesamten Gig aus der ersten Reihe zu verfolgen. Während ich da so stand und lautstark mitgrölte (diesmal musste wenigstens keiner leiden, der vor mir stand :-), sah ich Martin, einen Journalisten, den ich seit Jahren immer wieder auf Festivals treffe, vor mir im Fotograben. Ich weiß ja nicht weshalb, aber er ging irgendwie davon aus, dass ich schon wieder rumpeldicht war, versteh ich ja gar nicht! Naja, da ich an diesem Tag bis zur letzten Band fleißig im Fotograben erschienen bin, musste er seine Meinung wohl ändern Inzwischen war dann auch der Rest meiner Truppe auf dem Gelände versammelt. Wie wir alle haben auch sie sicherlich erstmal das Jack Daniels Zelt gesucht . Es gab nämlich keines!!! UNGLAUBLICH: Aber eine Bar, an der es Shäggy gab, war vorhanden und irgendein Schlaumeier hat an dem Laternenpfahl davor ein Pappschild mit "Shaggy-Bar" aufgehängt. Während der Umbaupause traf ich dann wieder ein paar Bekannte und ein paar, die mich kannten, ich sie aber nicht (und dann immer dieser Spruch, dass wir uns in Wacken oder bei einem vergangenem BYH kennen gelernt haben wie peinlich, gerade dann darf man doch nicht voraussetzen, dass ich sie wiedererkenne!). Auch Kerstin, eine alte Freundin aus Berlin, traf ich, ist schon komisch, da muss man 700 Km weit weg von zu Hause sein, um alte Freunde zu treffen Sie musste ich dann aber ziemlich abwürgen, da Anthrax schon auf dem Weg auf die Bühne waren und ich natürlich wieder Fotos machen wollte. Nachdem ich meine Bilder gemacht hatte, ging ich zum Zeltplatz, da Nitsch inzwischen mal eintrudeln musste. Als hätte sie mich beobachtet, klingelte auch schon mein Handy und sie fragte nach unserem Zeltplatz. Kurz darauf traf sie mit ihrem Kram ein und eröffnete mir, dass sie noch nie ein Zelt aufgebaut hat. Also, eigentlich hätte sie das nicht wirklich erwähnen müssen :-), es viel ganz geringfügig auf, hihi. Aber sie ist seitdem meine persönliche "Heringe-in-de-Boden-schlag-Königin"! Nachdem ich nämlich schon langsam anfing zu hetzen, schließlich waren Children of Bodom als nächste dran (und die wollte Nitsch ganz definitiv auch sehen), machte sie sich noch schnell daran, ihr Zelt mit Heringen sicher im Boden zu verankern. Als sie dann ganz stolz aufstand und erklärte, wir können jetzt gehen, kam ein Windstoß und die bei uns campenden Norweger (oder waren es Finnen?) sprangen alle hektisch auf und hielten das wegfliegende Zelt fest . Aber lasset uns einfach alles auf den harten Boden schieben, der zugegebenermaßen sehr heringunfreundlich war. Aki war unser Retter in der Not, ließ sich nicht vom Steinboden einschüchtern und rammte gnadenlos (na gut, der ein oder andere Hering musste schon dran glauben) die Heringe in den Boden und da, wo es nicht ging, habe ich kurzerhand die Heringe vom Nachbarzelt mitbenutzt (aber pssst). Nitsch verkrümelte sich also in die Masse vor der Bühne und ich verzog mich mal wieder auf ein paar Dutzend Bilder in den Fotograben. Auch wenn Children of Bodom ja eigentlich nicht wirklich meinen Musikgeschmack treffen, find ich sie live doch irgendwie faszinierend. Nachdem wir dann nach dem 3. Song aus dem Graben mussten, hielt ich Ausschau nach Martin. Eigentlich wollten wir uns ja "hinten Mitte rechts" treffen aber offensichtlich hätten wir das ein wenig konkretisieren sollen, ich fand zwar jede Menge Leute aber keinen Martin (zumindest keinen, den ich kannte). Aber so konnte ich das wenigstens den Rest des Festivals über zum Sticheln nutzen, grins. Als nächste Band war dann Gotthard an der Reihe. Da ich sie schon so oft gesehen habe, beschloss ich, dass ich mir ihren Auftritt nicht komplett anschauen muss, sondern es genügt, wenn ich sie vom Zelt aus höre. Man kann auch sagen: Ich wollte meinen Pegel mal wieder etwas anheben Das ist mir dann auch recht schnell gelungen! Tom war inzwischen schon kaum noch ansprechbar und lag, wie Nitsch es nennen würde, zentral, d.h., einige Meter vor dem Zelt mit der Shäggy-Bar und pennte. Irgendwann kam er wieder zu sich, war pissig auf Gott und die Welt und verzog sich zum Zeltplatz. Dort traf ich ihn dann auch wieder, als ich nach einigen Songs von Queensryche zurückging. Er musste wohl einen verdorbenen Shäggy erwischt haben, jedenfalls war er nicht mehr in der Lage, sich Alice Cooper anzusehen, vielmehr beschloss er sogar selbst, dass er besser schlafen gehen wird (das hab ich ja bei ihm noch nie bei einem Festival gehört! Entweder er fällt einfach um und pennt oder er fühlt sich topfit und rumpeldicht ist er nach eigenen Aussagen sowieso nie). Ich freute mich aber, Alice Cooper endlich einmal live zu sehen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bisher noch nie bei einem Konzert von ihm war. Also stellte ich mich diesmal schon rechtzeitig am Fotograben an, um auch wirklich von Anfang an dabei zu sein. Ich weiß ja auch nicht, aber irgendwie war ich gnadenlos enttäuscht! Die Setliste bestand fast ausschließlich aus Songs aus der Zeit, wo ich wohl noch als Sperma durch die Gegend fegte (ok, das is jetzt vielleicht ein wenig übertrieben) und den Rest fand ich volle Kanne langweilig. Nitsch ging es offensichtlich ähnlich aber Alex ließ sich nicht beirren und machte mit uns den Deal aus, dass wir bis zu Poison bleiben. Ganz toller Deal, echt das war der vorletzte Song der Zugabe! Alex, die alte "mündliche-Vertragsbracherin" wollte jetzt auch noch bis zum Schluss bleiben, Nitsch und ich hatten aber echt die Nase voll und zogen es vor, über einer Flasche Shäggy über diesen Auftritt zu philosophieren, anstatt ihn weiter zu verfolgen! Mit dieser Meinung waren wir anscheinend nicht die einzigen, begeisterte Stimmen waren im Gegensatz dazu irgendwie kaum zu hören, nur Eddy tönte am nächsten Morgen von einer "megageilen Show". Hm, vielleicht war er ja woanders als wir, who knows . Ich torkelte noch ein wenig im Partyzelt durch die Gegend, traf ein paar Leute und blieb prompt für drei Stunden hängen. Als ich zum Zelt zurückkehrte waren die Anderen schon längst schlafen gegangen. Ich glaub wir werden alt Am nächsten Morgen ging der gewöhnliche Trubel auf dem Campingplatz wie immer recht früh los. Tom lag noch im mittelschweren Koma und auch ich konnte mich nicht so richtig dazu überwinden, aufzustehen. Leicht verkatert kroch ich dann aber doch aus dem Zelt und erspähte einen Rest Shäggy vom Vortag . So konnte der Tag also beginnen, wie der vorige geendet hatte. Aki und Jeannine waren schon topfit, Eddy noch nicht wirklich (aber man hörte ihn zumindest nicht mehr schnarchen) und Alex und ihre Truppe waren noch nicht vom Duschen zurück (kein Wunder, sie fuhren ja auch ca. 40 Km weit weg duschen). Nach einigen Minuten krabbelte auch Tom aus dem Zelt, nuschelte irgendetwas von Frühstück und Shäggy (was ja im Prinzip Dasselbe ist) und erklärte sich doch tatsächlich dazu bereit, uns Bratkartoffeln mit Spiegelei zu machen. Das ließ ich mir doch nicht zweimal sagen! Ich saß also da, nuckelte an meinem Glas und wartete . Die Eier haben mir dann doch zu lange gedauert, also beschränkte ich mich auf die Kartoffeln, angereichert mit einer Riesenportion Ketch-up (die angewiderten Gesichter der Anwesenden hab ich gekonnt ignoriert!). Da um 11 Uhr Majesty auf die Bühne gingen, machte ich mich mal wieder als erste auf die Socken. Während ich meine Bilder machte, meldete sich so langsam mein "Nilwurm" (ich war kurz vorher in Ägypten und hatte seitdem regelmäßig Bauchkrämpfe, die mich in der Regel für eine Weile außer Gefecht setzten), was dazu führte, dass ich mich zum Zeltplatz zurückschleifte und mich dort in den Schatten legte. Super, natürlich dachte dort jeder, ich wäre schon wieder dicht! Dabei hatten die Schmerzen eher dafür gesorgt, dass ich schlagartig wieder nüchtern war. Jeannine entpuppte sich dann als meine Retterin, sie hatte nämlich Schmerztabletten dabei, die mir wirklich halfen. Ich rappelte mich also wieder zusammen, packte meinen Fotoapparat und ging auf`s Gelände, um mir Angel anzuschauen. Die fand ich dann richtig gut und somit blieb ich auch in der Nähe der Bühne stehen und schaute mir den gesamten Auftritt an. Anschließend ging ich zu dem Zelt, wo Interviews und Autogramstunden stattfanden und traf dort auf den Rest meiner Truppe. War ja klar, schließlich hatten Pump dort einen Termin und sollten unsere tatkräftige Unterstützung erhalten. So lässt sich dann auch die plötzliche Invasion von Pump-Shirts in dieses Gegend erklären :-) Mein persönliches Highlight des Interviews war Akis Antwort auf die Frage, weshalb sie so schnell einen Plattenvertrag bekommen haben: "Weil wir so gut sind!" Nur geil . Auch Eddy, der ja ganz nebenbei auch ihr Manager ist, konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Als dann die Masse von Autogrammen gegeben worden war (auch Thizly hatte sich seinen schicken rosafarbenen Hocker unterschreiben lassen), verschwand ich wieder in Richtung Bühne. Nachdem Omen (die rissen mich nicht wirklich von den Socken) und Lillian Axe gespielt hatten, wollte ich eigentlich nur noch schnell ein paar Bilder von Death Angel machen und dann zum Zelt gehen. Auch wenn die Musik von Death Angel nicht wirklich mein Fall war, zog ich es doch vor, noch etwas länger zu bleiben, es machte einfach Spaß, ihnen beim Rumrennen auf der Bühne zuzusehen. Irgendwie wurde ich dann aber doch von jemandem eingesammelt (war es Nitsch oder Tom??? Null Plan.. aber so wirklich ähnlich sehen sie sich ja nicht :-) und ging zurück zum Zelt. Dort hatte sich inzwischen die allgemeine Trägheit verbreitet, alle hingen auf bzw. in ihren Stühlen, grillten und frönten dem Shäggy. Ich wurde dann von Glas zu Glas auch immer fauler, konnte mich gerade noch so aufraffen, ein paar Bilder von Magnum machen zu gehen (und da ich von ihnen nicht wirklich begeistert war, beschloss ich, dass ich sie auch vom Zelt aus weiter anhören kann), um mich dann wieder neben meinem Zelt zusammenzurollen. Alex und ich wurden dann von Tom als Ziel für eine Wasserattacke ausgewählt. Dies als Kriegserklärung interpretierend schossen wir beide, mit Wasserflaschen bewaffnet, los und starteten den Gegenangriff. Wir blieben jedoch relativ erfolglos . aber Tom rannte hektisch über den Platz, dieser Anblick allein war es eigentlich schon wert gewesen, hihi. Auch die Sonne war nicht wirklich auf unserer Seite, sie verschwand spontan, als wir uns zum trocknen ein sonniges Plätzchen suchten. Also zog ich mich doch um und schaute zu, wie Tom von Shäggy zu Shäggy schiefer in seinem Stuhl hing. In den letzten 15 min. vor dem Sebastian Bach Auftritt machten wir uns dann so ziemlich alle auf den Weg. Ich hatte zwischenzeitig das Gefühl, der halbe Campingplatz gerät in Bewegung :-). Und all die, die hocken blieben, haben mal richtig was verpasst! Ich zuckelte also in den Fotograben, Nitsch irgendwo vor die Bühne und der Rest unserer Truppe versammelte sich wie immer "zentral". Als Sebastian Bach dann die Bühne betrat, brach im Fotograben leichte Hektik aus . Nur ich stand irgendwie wie angewurzelt da. Voll der Depp Aber ich konnte es irgendwie kaum fassen, dass der Typ noch immer so aussah wie früher und dann auch noch so eine Megashow hinlegte. Irgendwann fing ich mich aber doch und machte ein Bild nach dem anderen (es wurden gute 100 ), stand da und wollte gar nicht mehr gehen. Das musste ich komischerweise auch gar nicht, nachdem alle Anderen schon aus dem Graben verschwunden waren, stand ich immer noch völlig fasziniert da und niemand forderte mich auf zu gehen. Also blieb ich auch, hihi. Aber da ich ja mit Nitsch "zentral" verabredet war, kam das schlechte Gewissen durch (ich hoffe, du liest diese Zeilen GANZ genau Nitsch!) und ich ging nach hinten. Dort waren zwar die Anderen aber keine Nitsch. Ich wartete also noch kurz, hatte dann aber schon so das Gefühl, versetzt worden zu sein und kämpfte mich nach vorne. Ja und wer stand da plötzlich in der dritten Reihe??? DAS NITSCH!!! Jaja, so ist das eben, mit einem Sebastian Bach kann man nicht konkurrieren, das muss ich wohl oder übel akzeptieren. Also standen wir da, grölten wir die irren mit und hofften, dass das noch Stunden so weitergehen würde. Ging es aber leider nicht, schnüff. Zurück bei den Anderen, stellten wir fest, dass die Show überall tiefen Eindruck hinterlassen hatte: Aki hatte Gänsehaut, Tom erklärte mir, er wäre jetzt schwul und auch der Rest hatte nur noch ein Thema So einen Auftritt hatte wohl keiner von uns erwartet. Während die allgemeine Begeisterung kaum abebbte, stand ich schon wieder im Fotograben und wartet darauf, dass Testament endlich anfingen. Da sich das aber ziemlich hinzog, weshalb auch immer, wurde ihnen dafür am Ende gnadenlos der Strom abgedreht. Nitsch und ich zogen uns zum Zelt zurück, aßen Brot mit Ketch-up, zwischendurch die ein oder andere Kirsche (woraufhin ich mir anhören musste, dass ich wohl auch kleine Kinder esse), und verpassten die Autogrammstunde vom Herrn Bach. Genauer gesagt stellten wir uns in die Schlange der Wartenden, als Iced Earth auf die Bühne gingen und Sebastian hektisch erklärte, er müsse sich jetzt unbedingt das Konzert anschauen gehen. Super timing würd` ich mal sagen. Da mich Iced Earth nicht so dermaßen interessierten, schaute ich mir nicht den gesamten Auftritt an, sondern verzog mich auf den Campingplatz. Tom hatte wohl schon wieder die Flasche mit dem verdorbenen Shäggy erwischt, zog an einer nicht vorhandenen Zigarette und fühlte sich, wie immer, topfit. Da er aber rührend umsorgt wurde, brauchte ich mir ja keine Sorgen machen Ihn ins Zelt zu bringen blieb dann aber doch an mir hängen. Nachdem einer nach dem anderen schlafen ging, zog auch ich mich relativ früh in meinen Schlafsack zurück. Prinzipiell lässt sich wohl feststellen, dass ich noch nie so viele Bands bei einem BYH gesehen habe aber auch noch nie so wenig getrunken habe und so früh schlafen gegangen bin. Was daran jetzt gut und was schlecht ist, weiß ich nicht so richtig . |