Dominikanische Republik 18. 10. - 01. 11. 2008

Tag 1 Ein langer Tag

Nachdem wir ganze 11 Monate Vorfreude genießen durften, war es nun endlich soweit: Wir wurden morgens um 6:30 Uhr von Mutti und Muckí abgeholt und zum Ostbahnhof gebracht. Dort kümmerten wir uns um unser Frühstück, genauer gesagt stürmten wir den erstbesten Bäcker und deckten uns mit belegten Brötchen ein. Nachdem wir diese in Besitz genommen hatten, eröffnete uns Mucký, dass es die etwas leckerer aussehende Variante am Stand gegenüber gab – für einen Euro weniger das Stück... hervorragend! Aber egal, wir hatten Urlaub und ließen uns nicht von solchen Kleinigkeiten die Laune verderben. Mucki, der sich noch kurz mit einem Aschenbecher unterhielt und dafür skeptische Blicke und Kommentare von einem Mann erntete, sorgte noch ein wenig für Erheiterung und um 7:26 Uhr fuhr unser Zug ein, spät genug für Holger, um sich noch ein Zigarettchen zu gönnen – direkt unter dem Nichtraucherzeichen. Recht schnell fanden wir unsere reservierten Plätze und machten es uns gemütlich. Die Sitze neben uns waren zwar erst ab Hildesheim reserviert, ein älterer Herr war jedoch der Meinung, es handelt sich bei einem der beiden Sitze um den von ihm reservierten und nahm Platz. In Hildesheim merkte er dann, dass er wohl eher gegenüber reserviert hatte, dort saß aber inzwischen eine Frau (wir tauften sie Frau Gucci), die auf diesen Platz bestand. Also rückte der Herr noch einen Platz weiter... Eine Station darauf wurde die „zickende Olle mit Gucci-Täschchen“ dann ihres Platzes verwiesen, denn auch sie saß falsch. Das wiederum sorgte bei meinen Nachbarinnen für Erheiterung, da sie die Diskussion um den Platz ja mitbekommen hatten.

Vom Hauptbahnhof in Frankfurt aus nahmen wir die S-Bahn zum Flughafen. Am Condor-Schalter gab es dann eine megamäßige Warteschlange. Diese wurde einmal quer über den Hauptgang geleitet und damit es dadurch nicht zu einer vollständigen Verstopfung kam, stand dort extra ein Mitarbeiter, um uns zu sagen, wann wir den Gang überqueren durften. Unglaublich, da ist doch eine ABM ein Sch... dagegen. Ich wollte mir mal ein Bild von der Länge der Schlange machen und entdeckte dabei, dass diese noch einmal tatkräftige Unterstützung von einer Flughafenangestellten erhielt, nämlich vor einem Notausgang. Zitat: „Da darf keiner vorstehen, sonst geht hier gar nichts mehr!“ Ich war tief beeindruckt und schaute die gute Dame voller Hochachtung ob ihres verantwortungsvollen Jobs an. (Ich glaube sie merkte, dass ich mich über sie lustig machte...) Das entscheidende Detail bei der ganzen Sache war nämlich, dass die Schlange extra vor den Notausgang geleitet wurde! Respekt, das nenne ich mal einen Einsatz gegen die Arbeitslosigkeit!

Irgendwann waren wir unser Gepäck los, aßen noch schnell unsere letzten Brötchen und dann war auch schon Bording-time. Eigentlich. Uneigentlich wurde der Flieger noch betankt und wir hatten ne knappe halbe Stunde Verspätung. Der Flug verlief dann ohne irgendwelche spektakulären Einlagen. Nach langen 9,5 Stunden wurden wir erlöst und wurden auf das Rollfeld in Punta Cana entlassen. Fotografieren war leider nicht, da meine Linse immer wieder beschlug und ich dann vom Flieger verjagt wurde, grrrrr. Etwas verwundert waren wir, als wir dann plötzlich zwei kleine Kärtchen für den Vorzugspreis von 10 Dollar das Stück käuflich erwerben mussten. Noch mehr verwunderte uns jedoch, dass wir diese Karten 5 Meter weiter wieder abgeben mussten. So kann man natürlich ganz auf die doofe auch Geld machen! Unser Gepäck kam mit den ersten Koffern, wir schlappten quer über den Parkplatz zu unserem Bus und dort mussten wir eine ganze Weile warten, bis endlich alle angekommen waren und wir losfuhren. Nach ca. 15 Minuten schwächelten wir und schliefen ein. Kurz vor Bayahibe wurde ich wach und schmulte zu Holger rüber, der noch quer über seinen Sitz hing und vor sich hinschnorchelte. Kurz darauf waren wir dann am Oasis Canoa, ein recht schönes Hotel wie es schien.

Ich bat um eines der reservierten Zimmer (Im Zeitalter des Internets kann man sich ja Gott sei Dank vorher informieren, auf was so zu achten ist) und bekam die Antwort, dass erst am nächsten Tag eines frei wird, wir also eine Nacht in einem der alten Zimmer verbringen müssen und dann umziehen können. OK, für die eine Nacht war uns das eh wurscht.

Wir stellten unsere Koffer im Zimmer ab und machten uns auf die Socken zum Restaurant. Dort gab es auch nach 22 Uhr noch einen Snack. Ich fand´s lecker, Holger wohl nicht so ganz aber satt wurden wir beide. Anschließend ging es dann natürlich noch zum Strand. Viel zu sehen gab es bei der Dunkelheit aber nicht und so gingen wir dann schlafen.

 

Tag 2 Sonne, Strand und ein Begrüßungsgespräch

Da wir am Abend recht kaputt ins Bett gefallen waren, standen wir am Sonntag nicht allzu spät auf. Das Frühstück war gut, auch wenn Holger nach meinen Schwärmereien wohl etwas mehr erwartet hatte. Naja, vom Anrichten her war das auch gerechtfertigt aber lecker war es trotzdem und die Auswahl war auch mehr als ausreichend.

Anschließend gingen wir natürlich zum Strand. Der war wirklich schön und auch Holger, der ja immer darauf bestanden hatte, dass die Strände auf den Kanaren ausreichend schön wären, zeigte sich beeindruckt. Genauer gesagt, er kam aus den Selbstgesprächen, wie geil (Zitat Holger) es doch sei , gar nicht mehr raus – auch wenn er das jetzt natürlich leugnet. Jedenfalls fühlten wir uns pudelwohl. Holgers Zigaretten jedoch nicht. Das kommt davon, wenn man eine Badeshorts mit Taschen hat: Er hatte weder die Zigaretten noch sein Feuerzeug aus der Tasche genommen, bevor er ins Meer gegangen war und hatte somit für eine erhebliche Schrumpfung seines ohnehin schon recht überschaubarem Zigarettenvorrats gesorgt. Wir schnappten uns gleich unsere Schnorchelsachen und begutachteten das künstlich angelegte Riff. Naja, Riff ist etwas hoch gegriffen aber an den hohlen Betonkugeln hatten sich tatsächlich schon eine Menge Fische angesiedelt. Ich sah sogar einen kleinen Rochen unter mir entlang schwimmen. Aber verglichen mit Ägypten war es dann doch etwas schlicht...

Als dann um 10 Uhr die Poolbar öffnete und wir die ersten Pinar Coladas tranken, war wieder alles supi. Nicht supi waren jedoch die Preise für Zigaretten in unserem Hotel. Holger wollte auf keinen Fall die 30 Dollar für eine Stange zahlen und kaufte somit nur eine Schachtel, um sich dann später im Ort einen Vorrat zuzulegen.

Um 10:45 Uhr war dann unser Begrüßungscocktail – ohne Cocktail. Aber nicht nur ohne Cocktail, sondern eigentlich auch ohne wirklich landestypische Informationen. Mir war das wurscht, ich war ja nun wirklich oft genug hier, was Neues hätte mir die Reisetante wohl nicht berichten können (und Holger interessierte das sowieso nicht) aber für die anderen tat mir das schon ein wenig leid. Es ging eigentlich nur um die angebotenen Ausflüge, die sich in einem preislichen Rahmen bewegten, dass es einem wirklich schwindelig wurde. Ich fragte also nur Dinge, die das individuelle Rumreisen betrafen und stellte dabei fest, dass ich da wohl auf mehr Erfahrungen zurückgreifen konnte als unsere Fachfrau... Nunja... zumindest konnte sie uns eine Vorstellung von den derzeitigen Guagua-Preisen (einheimisches Fortbewegungsmittel, bei dem so viele Menschen und Dinge wir möglich in ein Auto gepresst werden) vermitteln.

Den Rest des Tages verbrachten wir faul am Strand oder im Pool an der Bar. Das Vorhaben, alle Cocktails auf der Karte zu probieren, mussten wir auf mehrere Tage verteilen, die Auswahl war doch etwas größer als wir erwartet hatten. Kurz nach 15 Uhr konnten wir in unser neues Zimmer ziehen, dies befand sich nun direkt am Meer. Nur leider sind die Bäume vor unserem Balkon so hoch, dass man das Meer nur erahnen kann. Jedenfalls hatten wir jetzt einen kurzen Weg zum Strand bzw. zur Poolbar. Holger legte sich auf die Liege und ich ging in den Pool einen Banana Mama an der Bar trinken. Holger kam kurz danach nach... mit seiner Badeshorts... und in den Taschen hatte er mal wieder seine Zigaretten. Das fiel im ungeschickter Weise aber erst auf, als er bereits im Wasser war. Künstlerpech.... Vom Pool aus konnte man besonders gut die Bauarbeiten, die direkt am Strand stattfanden – wie idyllisch – beobachten. Es zeigte sich mal wieder, dass hier auf Genauigkeit nicht soviel Wert gelegt wird aber das überraschte uns nicht wirklich. Schließlich war selbst unser gerade renoviertes Zimmer das beste Beispiel für dominikanische Wertarbeit: Schlecht verputzte Wände, schiefe Lampen, die teilweise halb aus der Wand hängen usw. Ich ging dann früher als Holger ins Zimmer, da ich mal wieder Kopfschmerzen hatte. Eigentlich dachte ich, fern von der Schule würde sich das mal geben aber da hatte ich mich wohl getäuscht.

Nach dem Abendessen machten wir uns auf den weg nach Domenicus, dem nächsten Ort. Die Straße zog sich immer mehr, es war dunkel und irgendwie schien auch nichts mehr los zu sein. Wir beschlossen nach einer Weile lieber umzukehren und es am nächsten Tag noch einmal zu probieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Geschäfte dann geöffnet sind, erschien uns doch etwas höher zu sein. Ziemlich k.o. vom Nichtstun gingen wir schon früh schlafen. Leider ohne Klimaanlage, die hatte sich vorerst verabschiedet und machte nur noch Wind aber von Kühlung war nicht mehr zu reden. Wir schalteten stattdessen den Ventilator ein - keine gute Idee...

 

Tag 3 Holger hat Halsweh...

Da wir schon sehr früh im Bett waren, wachte ich auch früh auf – genauer gesagt vor Sonnenaufgang. Das nutze ich gleich, um mit meiner Kamera nach draußen zu gehen und den Sonnenaufgang zu fotografieren. Den hätte ich dann jedoch beinahe verpasst, da mich auf dem Weg dorthin zwei weitere Motive aufhielten. Diese bestanden aus einer zermatschten Kakerlake und einem interessant aussehendem Käfer auf dem Flur. Ich kroch also erstmal ne Weile um die Viecher herum, bis ich mich auf die Socken machte, um noch etwas vom Sonnenaufgang mitzubekommen. Am Strand kam dann erstmal der Sicherheitsmann angeschlappt, er sah in mir wohl eine Gefahr für die Sicherheit der Hotelbewohner, als er jedoch bemerkte, dass ich lediglich fotografierte, machte er sich wieder vom Acker. Als sensationell würde ich die Ausbeute bezüglich der Bilder nicht betrachten aber jetzt weiß ich wenigstens, dass die Sonnenaufgänge in Bayahibe nicht so der Knaller sind, ist doch auch was wert, grins.

Als ich zurückkam, stand Holger schon auf dem Balkon, auch er hatte ausgeschlafen. Er hatte Dank des Ventilators Halsschmerzen und war dementsprechend gelaunt. Kurz gesagt, er maulte und sprach kein Wort. Wir gingen frühstücken und machten uns anschließend noch einmal auf den weg nach Domenicus. Nach wenigen Metern kam schon ein Taxifahrer auf uns zu und wir ließen uns für drei Dollar in den Ort bringen. Der Typ wollte uns dann noch diverse Fahrten andrehen, ich erzählte ihm einfach, wir waren schon überall und damit war das Thema vom Tisch.

In Domenicus landeten wir bereits nach wenigen Minuten in einer Agentur für Ausflüge und buchten einen Trip nach Saona. Für weniger als die Hälfte des Betrages, den unser Reiseveranstalter haben wollte! Ich stellte mich jedoch auch darauf ein, dass unser Katamaran wohl eher eine Sparversion sein wird und auch die angebotenen Getränke nicht ganz so spendabel verteilt werden würden. Aber das war uns wurscht... Nachdem wir einige Euros in Pesos gewechselt hatten, wurde uns von einer Domenikanerin gezeigt, wo ein Internet-Café (oder so etwas ähnliches) woraufhin wir einen der beiden PCs blockierten, um einige E-Mails zu verschicken. Anschließend bestand ich darauf, in einer Apotheke – das stand zumindest auf einem Schild – etwas gegen Holgers Halsweh zu kaufen. Ich hatte keine Lust, eventuell auch noch den nächsten Tag mit so einem Mauli zu verbringen. Die Lutschtabletten waren nicht wirklich ein Sonderangebot – nachdem ich den ersten Schock überwunden hatte, kaufte ich sie aber trotzdem. Holger hätte wahrscheinlich darauf verzichtet aber egal. Nachdem wir dann noch ein paar Postkarten und Holgers heißersehnte Zigaretten gekauft hatten (da sie hier genauso teuer wie im Hotel waren, entschied er sich für die einheimische Variante), machten wir uns auf den Rückweg.

Unser Versuch, für denselben Taxipreis wieder zurück zu kommen, scheiterte. Wir schlappten also los und wurden dann noch einmal von einem Taxifahrer angesprochen, dem wir die geforderten 5 Dollar gaben, um schnell ans Meer zu kommen. Ich verbrachte den Tag mehr oder weniger im Pool und Holger auf der Liege – Harmonie pur. Ich bekam dann schon wieder Kopfweh und ging ein wenig an der Matratze horchen. Da wir nun beide etwas angeschlagen waren, fand der Tag ein schnelles ende. Holger gefiel das Buffet nicht also beschlossen wir zum Italiener zu gehen. Vor dessen Tür fiel ihm dann jedoch ein, dass er eigentlich gar keinen Hunger hat (wahrscheinlich lag es eher an den Schluckbeschwerden). Mir hing der Magen zwar schon auf Höhe der Kniekehlen aber ich hatte auch keine Lust, bei so toller Stimmung essen zu gehen und verzichtete dankend.

Wir gingen also ins Zimmer, schalteten die Glotze an und schliefen bald ein. Toller Tag...Es konnte ja nur besser werden und ich schickte Stoßgebete zum Himmel (oder wo auch immer der für mich zuständige Ansprechpartner sitzt), dass Holger am nächsten Tag besser drauf sein würde.

 

Tag 4 Unser erster Schnorcheltripp

Dementsprechend viel auch meine erste Frage am nächsten Morgen aus: „Wie geht´s dir?“ „Keine Halsweh mehr, dafür aber Schnupfen?“ ;Was heißt das für mich, noch so ein Tag wie gestern oder bist du ansprechbar?“ Holger versicherte, es würde ihm viel besser gehen und mir fiel ein Stein vom Herzen. Dieser Tag versprach also wieder ein normaler Urlaubstag zu werden.

Wir gingen frühstücken und Holger vertrieb sich die Zeit mit Vögelfüttern. Die Piepmätze hatten sich, so schien es, schon an ihren neuen Freund gewöhnt und standen gleich auf der Matte. Nachdem wir dann unsere Sachen für den Strand gepackt hatten, belagerten wir zwei Liegen und hüpften erstmal in den Pool, wir hatten ja schließlich einige versäumte Cocktails vom Vortag nachzuholen, grins.

Wir tranken also drei Cocktails und torkelten anschließend durch den Pool wieder hinaus. Ich fand es ja nett, dass ich offensichtlich immer den Teil der Mischung erhalten hatte, bei dem sich der Rum angesetzt hatte, jedenfalls hatte ich schon einige Probleme, mit beiden Augen geradeaus zu schauen... Ich machte also erstmal ein Päuschen auf der Liege. Einer von den Tauchfuzzys, der uns schon seit Tagen eine Schnorcheltour nach Catalina, einer alten Pirateninsel, andrehen wollte, setzte sich zu uns. Ich war etwas verdutzt, die Catalina-Tour war schließlich gerade in vollem Gange... Aber er berichtete, dass es an diesem Mittag eine 1,5 stündige Schnorcheltour nach Bayahibe geben würde. Da wir beide ja eh gerne schnorcheln, sagten wir spontan zu und verabredeten uns für 15 Uhr am Strand. Bis dahin war ja noch Zeit für den ein oder anderen Cocktail und einen kleinen Snack am Strand...

Pünktlich um drei ging es los. Wir waren gerade mal vier Personen, eine recht überschaubare Gruppe also. Bayahibe war nur vier Kilometer entfernt, wir waren innerhalb von ein paar Minuten dort. Da das andere Pärchen eine ganze Tüte Brot dabei hatte (wir sind echt Helden, im Hotel füttern wir die Fische bis sie sich fast übergeben und bei ´ner Schnorcheltour haben wir nichts dabei!), waren im Nu unzählige Fische bei uns und hatten überhaupt keine Berührungsängste. Ganz im Gegenteil, man hat die Hand vor Augen nicht mehr gesehen vor lauter Fischen, das war schon komisch... Die 20 Dollar pro Person waren also gut investiert gewesen. Auch wenn uns durchaus bewusst war, dass es aus Sicht der Wassersport-Fuzzys natürlich ein jenseits Geschäft war.

Die letzten 1,5 Stunden bis zum Sonnenuntergang verbrachten wir am Strand. Danach folgte das Übliche: Duschen, für´s Essen fertig machen, ins Restaurant gehen, lesen oder TV schauen und schlafen....

 

Tag 5 Saona

Da wir um 8:45 Uhr zu unserer Saona-Tour abgeholt wurden, hatten wir uns lieber den Wecker gestellt um noch in aller Ruhe frühstücken zu können. Nicht zu vergessen Holgers „Urlaub vom Tag“, den er sich gewöhnlicherweise pünktlich nach dem Frühstück nahm. Unser Abholdienst kam dann auch nur 20 Minuten zu spät. Wir hatten schon befürchtet, man hat uns wieder einmal vergessen (das kannten wir ja nun schon aus Ägypten) aber nee, alles war im Lötchen. Unser Fahrer war ein Engländer, den wir gleich nach einem Mietwagen fragten. Er beauftragte seinen Angestellten, nach dem Ausflug mit uns in eine Vermietung zu gehen und uns zu helfen. Das war ja schon mal nett.

Wir wurden am Hafen von Bayahibe abgesetzt und warteten dort noch eine ganze Weile, bis der Rest kam. Zu meiner großen Überraschung steuerte das kleine Motorboot dann auf einen richtig großen Katamaran zu, MIT LIEGENETZ! Das hatte ich nun wirklich nicht erwartet, schließlich hatten wir über die Hälfte weniger gezahlt als der Reiseveranstalter für diesen Ausflug haben wollte. Ich wär ja schon dankbar gewesen, wenn wir keine Schlauchboot-Variante eines Katamarans bekommen hätten. Und die Überraschung ging weiter. Kaum an Bord gab es auch schon dominikanische Vitamine: Rum in Massen.

Holger und ich krabbelten nach vorne und ließen die Beine über das Meer baumeln und beobachteten ganz begeistert die fliegenden Fische, die sich mal mehr und mal weniger um unseren Katamaran tummelten. Der Blick auf die Küste Saonas ließ Holger dann begeistert seine Kamera rauskramen. Ich gerate ja sowie so in Verzückung, wenn ich vor einem Palmenstrand stehe aber Holger hatte das bisher ja immer als albern abgetan. Nun war er also selbst albern, grins.

Kaum waren wir von dem Motorboot an Land gebracht worden, wollten wir einen Blick in das urwaldähnliche Hinterland werfen. Das hätten wir vielleicht lassen sollen. Innerhalb von wenigen Minuten war zumindest ich total mit Moskitos übersäht. Holger schienen sie nicht ganz so in ihr Herz geschlossen zu haben. Aber auch er machte sich schleunigst aus dem Staub und wir beschränkten unsere Erkundungstour auf den Strandbereich. Insgesamt hatten wir ca. 2 Stunden auf der Insel.

Anschließend ging es mit dem Speedboot (und einer Horde besoffener Amis an Bord) an der Küste entlang. Bereits beim Einsteigen bekamen wir mal wieder den grenzenlosen Egoismus der Italiener demonstriert. Während jeder die Schwimmwesten von vorne nach hinten weitergab, hatte das das überaus coole Pärchen hinter uns natürlich nicht nötig. Der SF (Spagettifre....) hielt seine Weste in der Hand – anziehen wollte er sie eh nicht – und raffte überhaupt nicht, weshalb ich ihn anschnauzte. Er erklärte mir nur, dass er die Weste eh nicht brauchte. Meine Frage, ob er eigentlich glaube, außer ihm wären nur Nichtschwimmer an Bord, hat er glaub ich überhaupt nicht kapiert. Egal, er wurde dann persönlich aufgeordert, das Ding anzuziehen und seinen Hintern in das Boot zu bewegen, statt cool auf dem Rand zu hocken. Schade, ich hätte gerne gesehen, wie er sich da so ganz cool bei voller Fahrt und den Wellen das Steißbein bricht. Aber das war mir nicht vergönnt.

Unterwegs hielten wir (und auch unzählige andere Boote) am Piscina Natural, dem natürlichen Schwimmbecken. Holger, des Spanischen nicht so mächtig, machte daraus immer ein Pissoir – was der Realität wahrscheinlich auch ziemlich nahe kam. Ich hoffe jedoch nicht, dass dies auch der Grund für die mehr als angenehme Temperatur des Wassers war! Wir erhielten wieder eine paar Vitamine und s standen wir also im hüfttiefen Wasser, tranken Rum und schauten auf eine Traumkulisse. WILLKOMMEN IN DER KARIBIK!

Der Rest der Fahrt verging dann recht schnell – kein Wunder wenn man heizt wie die Wahnsinnigen. Wir wurden anschließend wie verabredet zu der Autovermietung gebracht und reservierten für Montag bis Mittwoch einen Skoda Fabia. Netterweise wurden wir noch zum Hotel gefahren, wo wir noch für ein Stündchen an den Strand gingen und etwas an der improvisierten Strandbar aßen.

Wir gingen wie immer recht früh essen und anschließend auf unser Zimmer.

 

Tag 6 Unspektakulär

Über diesen Tag lässt sich eigentlich nichts besonderes sagen, wir vergammelten ihn im Hotel, folgten mehr oder weniger gespannt den Bauarbeiten und futterten um uns herum. Ich hatte ja inzwischen eine innige Beziehung zu unserer Poolbar aufgebaut und konnte Holger davon überzeugen, mich auf einige Drinks zu begleiten. Wir probierten also einige Cocktails, woraufhin die darauf folgenden Stunden dem Ausnüchterungsprozess gewidmet waren....

Ansonsten war es einfach nur ein normaler Tag ...

 

Tag 7 Und noch mehr Erholung

Holger hatte immer noch nicht alle Bücher ausgelesen, das bedeutete für mich: Klappe halten und nicht beim Lesen stören. Hin und wieder fragte ich ihn ob er nicht mal eine kleine Pause machten könnte um das ein oder andere Wort mit mir zu wechseln. Widerwillig legte er das derzeit aktuelle Buch zur Seite – ergriff er jedoch sofort wieder, wenn mein Erzählstoff nicht so interessant war. Und ich hatte nicht wirklich Interessantes zu berichten..

Also verbrachte ich einen großen Teil des Tages mit meiner Matratze im Meer oder mit meinem Buch im Pool. Das war nun schon der zweite Tag, der ganz der Erholung gewidmet war – ein ganz neues Urlaubsgefühl für mich.

Nach dem Abendessen schauten wir mal in die Bar. Dort standen Kicker, Billardtische und eine Tischtennisplatte. Da ich beim Billard und auch Tischtennis kaum eine Chance gegen Holger hatte, freute ich mich umso mehr über den Kicker – da war ich endlich mal im Vorteil. Holger war jedoch überzeugt, dass es sich bei den 7 Siegen (gegen einen Sieg für Holger) lediglich um Glück handelte. Klar, wie sollte es auch anders sein. Auch an diesem Abend landeten wir nicht allzu spät im Bett.

 

Tag 8 Wolken, Regen und Kreissägen

Hätten wir am Morgen schon gewusst, was uns für ein Wetter erwartete, wären wir wohl lieber etwas früher aufgestanden. Denn früh war das Wetter noch schön... Wir belagerten zwei Liegen und gingen erstmal ne Runde Bogenschießen. Ich demonstrierte allen Anwesenden, dass dies meine ersten Versuche waren, indem mein erster Pfeil nicht einmal die Hälfte der Distanz zur Scheibe flog und der zweite weit daran vorbei. Nachdem der dritte zumindest den Rand der Scheibe traf, erntete ich Beifall, toll. Man kann sich ja auch zum Affen machen. Mir hat es trotzdem Spaß gemacht aber um dort ewig zu schießen, war es einfach zu heiß – noch.

Das änderte sich aber schnell. Es wurde immer dunkler und auch während des ersten Schauers waren wir noch guter Hoffnung, dass sich die Sonne noch zeigen würde. Das hatte sie aber offensichtlich nicht vor. Da saßen wir also auf unseren Liegen unter dem kleinen Palmenwedeldach und ärgerten uns. Unsere Stimmung wurde durch den Baulärm nicht wirklich besser. Und als dann auch noch damit begonnen wurde, wenige Meter neben unseren Liegen ein Rohr im Sand zu verlegen, reichte es uns.

Ich fragte Holger ob er Lust hätte das Hotel zu wechseln. Er war schon kaum noch ansprechbar (schlechte Laune kann er nur äußerst schlecht bis überhaupt nicht verbergen) und konnte sich nicht vorstellen, dass das so ein einfach ging. Ich vertrat eher den Standpunkt, dass das nur von unserer Durchsetzungskraft abhing und so war das für mich beschlossene Sache. Das Packen verkniff ich mir jedoch, das mich Holger so schon skeptisch betrachtete, er schien so gar nicht optimistisch zu sein, was unseren Umzug betraf.

Da hatte er sich aber getäuscht. Wir mussten nicht einmal viel sagen. Unsere Reiseleitung kannte das schon und es gab schon seit einer Weile eine Abmachung mit dem Nachbarhotel, dass die Gäste aus unserem Hotel auf Wunsch dorthin wechseln können. Das Beste an der ganzen Sache war, dass das Canoa (unser Hotel) die Rechnung übernehmen musste. Leider ging der Wechsel aber erst am nächsten Mittag. Da wir jedoch für den Vormittag eine Schnorcheltour nach Catalina gebucht hatten, war das kein Problem für uns. Dem Lärm waren wir ja trotzdem nicht ausgesetzt.

Wir kickerten noch ein wenig und gingen dann schlafen, da wir am nächsten Morgen früh raus mussten.

 

Tag 9 Beginn des zweiten Urlaubs oder: Wir wechseln!

In aller Frühe krabbelten wir also aus der Kiste, gingen frühstücken und machten uns dann auf den weg zum Strand, wo unser Ausflug nach Catalina starten sollte. Da saßen wir dann und warteten... nur leider kam niemand. Nach fast einer Stunde kam dann einer von den Sportfuzzis und als ich ihn fragte, was denn nu los sei, erklärte er uns, dass die Fahrt nicht stattfinden würde, da es nicht genug Teilnehmer gab. Na super, da hatte man dann wohl vergessen, uns bescheid zu geben. Super. Daraufhin schlug ich vor, einfach gleich ins Catalonia zu wechseln, auch wenn noch kein Zimmer für uns frei sein würde. Am Strand liegen konnten wir auch erstmal ohne ein Zimmer...

Also machten wir uns fertig, nahmen unsere Koffer und klärten die Tante an der Rezeption auf, dass wir nun auschecken würden, da wir lieber ins Nachbarhotel wechseln wollen. Ihre Begeisterung hielt sich in Grenzen, verständlich wenn man bedenkt, dass das Canoa nun die Mehrkosten übernehmen musste. Das kümmerte uns jedoch wenig. Wir stiegen ins Taxi, ließen uns die paar Meter fahren und bekamen dann auch gleich ein Zimmer.

Auch wenn dieses ein wenig muffig war, ließen wir uns die Laune nicht verderben, schlechter als das Canoa konnte es kaum kommen. Was für uns zählte, war der Strand – und dorthin gingen wir gleich. Schon alleine die Gartenanlage begeisterte uns, wir kamen uns vor, wir im Urwald. Überall große Pflanzen, zwischen denen die kleinen Häuser eher unauffällig waren.

Der Strand war dann das i-Tüpfelchen. Keine Baustellen, ganz weicher Sand ohne Pflanzenabfall und obwohl wir nur wenige hundert Meter weitergezogen waren, waren auch im Meer so gut wie keine Steine. Außerdem stand direkt am Meer ein Snackrestaurant und ein paar Meter weiter ein Italiener. Wir waren sprachlos und ärgerten uns ein wenig, dass wir uns nicht schon früher bei der Reiseleitung beschwert hatten. Nachdem wir einen Empfangscocktail getrunken hatten, stürzten wir uns gleich in die Fluten. Holger war sichtlich begeistert, er bekam das grinsen gar nicht mehr aus seinem Gesicht.

Nachdem wir uns an die neue Umgebung gewöhnt hatten – also so ca. nach 5 Sekunden – kam das Gespräch auf die geplante 3-Tages-Samanatour. Ich sah ein, dass es bei diesem Hotel jetzt etwas schade wäre, drei Tage wegzufahren und schlug Holger vor, nicht nach Samana zu fahren, sondern stattdessen den Montag, für den wir das Auto ja schon bezahlt hatten, zu nutzen und ganz viel zu machen, eventuell bis nach Santo Domingo zu fahren und dann dafür die anderen Tage im Hotel zu verbringen. Holger stimmte zu und versprach, an dem Montag dann kein Mauli zu sein (Ich hätte es einfach besser wissen sollen aber egal).

Den Rest des Tages verbrachten wir faul am Meer und am Pool. Abends saßen wir noch eine Weile an der Bar am Pool, schauten den anderen beim Tanzen zu, ich schwang selbst ein wenig das Tanzbein und dann gingen wir schlafen.

 

Tag 10 Rausgeworfene Dollar

Da wir bei der Autovermietung telefonisch keinen erreicht hatten, gingen wir zum Canoa rüber, um dort unser Auto in Empfang zu nehmen. Der Typ kam natürlich nicht pünktlich aber irgendwann saßen wir dann im Scoda und fuhren in Richtung La Romana. Holgers Fahrstil machte mich anfangs etwas irre, das gab sich dann aber schnell. Nachdem wir uns in San Pedro verfahren hatten, war der Tag für Holger eigentlich gelaufen, er war der Meinung, wir sind durch Ghettos gefahren – eigentlich waren es nur normale Vororte. (In der dritten Welt lebt man halt etwas anders). Jedenfalls war die Stimmung dermaßen im Eimer, dass eine Schilderung des restlichen Tages eigentlich unnütz wäre. Wir fuhren bis nach Boca Chica, welches sich in den letzten 10 Jahren aber dermaßen negativ verändert hatte, dass wir uns gleich wieder vom Acker machten, suchten das Altos de Chavon (fanden es aber trotz mehrfachen Fragens und Hin- und Herfahrens nicht) und fuhren dann wieder zurück. Santo Domingo hatte Holger verweigert und auch sonst eigentlich so ziemlich alles. Den Rest des Tages verbrachten wir dann getrennt . Er vor der Glotze und ich am Strand und vor dem PC.

 

Tag 11 Sonne, Strand und Meer

Nach anfänglichen Spannungen hatten wir uns wieder eingekriegt, schließlich wollten wir unseren Urlaub ja nicht im Streit verbringen. Nachdem wir unser Auto wieder abgegeben hatten gingen wir zum Strand und da blieben wir dann auch. Eigentlich gibt es über diesen Tag nicht mehr zu sagen, außer dass wir es uns gut gehen ließen. Am Abend haben wir mal das Amerikanische Restaurant besucht, was sich jedoch als überflüssig herausstellte. Während ich an meinen Rippchen knabberte (nicht an meinen eigenen :-), hatte sich Holger was bestellt, was ihm nicht schmeckte und somit gingen wir dann doch noch ins normale Restaurant. Den Abend ließen wir wieder an der Bar ausklingen.

 

Tag 12 Ein Sieg über die Taxi-Festpreise

Im Prinzip haben wir auch an diesem Tag nichts anderes getan als zu Faullenzen und zu Futtern... Ich habe mich jedoch nach dem Frühstück dazu entschlossen, mit dem Taxi ins Altos de Chavon – einem alten Künstlerdorf – zu fahren, um dort einige Fotos zu machen. Holger hatte keine Lust und das kam mir auch ganz gelegen, da ich ja wie gesagt zum Fotografieren dorthin fuhr. Ich ging also raus und suchte ein Taxi. Der Fahrer wollte 60 Dollar haben – die wollte ich aber nicht zahlen. Schließlich war ich ja der Meinung, es wäre nicht weit und das sagte ich ihm auch. Er zeigte mir die offiziellen Listen, auf der standen auch 60 Dollar. Wer mich kennt, der weiß, dass mich auch das wenig vom Handeln abhielt. Irgendwann sagte der Typ, ich solle warten und telefonierte hektisch. Dann fuhr er weg – ich sollte weiter warten... Das tat ich auch, auch wenn ich nicht so genau wusste, worauf ich denn überhaupt wartete. Irgendein anderer Dominikaner kam dann vorbei und sagte mir auch, ich solle noch ein wenig Geduld haben, klar....

Nach 10 min. kam der Fahrer wieder und das ganze begann von vorne: Telefonieren und warten. So langsam hätte ich ja doch gerne gewusst auf was ich denn da wartete. Ich dachte, es würde ein kleineres Auto kommen, welches nicht so viel Benzin verbrauchen würde, hatte mich aber mächtig getäuscht! Es kam ein noch viel schickeres Autochen mit einer Fahrerin, die mich für 40 Dollar fuhr. Das soll mal einer verstehen! Der Typ wird ja wohl keine Angst vor mir gehabt haben und lieber seine Frau geschickt haben.... oder vielleicht doch? Grins.

Na jedenfalls fuhren wir los und die gute Frau versuchte mir natürlich einige andere Touren anzudrehen. Ich griff wieder zu meiner altbewährten Taktik und erklärte ihr, ich sei schon überall gewesen., zählte alle möglichen und auch unmöglichen Orte (weil so weit weg) auf, was sie verstummen ließ. Die Strecke zog sich immer länger hin. So weit hatte ich das doch nicht in Erinnerung. Und so langsam schienen mir die 60 Dollar doch verständlich, auch wenn es für die dominikanischen Verhältnisse natürlich trotzdem eine Frechheit war! Das sagte ich mir dann auch immer wieder, um nicht doch noch ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Vor Ort war ich dann ca. 1 Stunde unterwegs, machte unzählige Bilder und krabbelte dann total durchgeschwitzt wieder in das Taxi.

Zurück im Hotel hüpfte ich gleich ins Meer und den Rest des Tages verbrachten Holger und ich faul am Strand.

 

Tag 13 Ein letzter fauler Tag

Da dieses unser letzter vollständiger Tag am Strand war – für Freitag hatten wir einen Halbtagsausflug nach Catalina gebucht – genossen wir ihn in vollen Zügen. Auch wenn so langsam etwas Wehmut aufkam.

 

Tag 14 Regen und bunte Fische

Nach dem Frühstück gingen wir zur Tauchschule, wo wir unser Schnorchelausflug gebucht hatten. Wir bekamen Schnorchel und Brillen und setzten uns dann noch ein wenig hin. Schnell wurde deutlich, dass der Ausflug eigentlich ein Tauchausflug war und die Schnorchler noch zusätzlich mitgenommen wurden. Wir stiegen alle auf ein kleines Boot und fuhren eine gute Stunde nach Catalina. Das Wetter war eine mittelschwere Katastrophe. Eigentlich war der gesamte Himmel dunkel, nur das kleine Stück über Catalina war hell. Ca. 10 meter vor der Insel ankerten wir und während die Taucher ihren ersten Tauchgang starteten, gingen wir schnorcheln. Da wir jede Menge Brot dabei hatten, wurden Holger und ich von unzähligen Fischen umschwärmt, das war manchmal schon richtig unheimlich. Versuche, Fotos von uns und den Fischen zu machen, scheiterten oft dran, dass man nur noch Fische vor der Nase und der Linse hatte!

Wir blieben eine ganze Weile im Wasser und warteten dann auf die Taucher. Die Wartezeit wurde und mal wieder mit Vitaminen versüßt. Diesmal verzichtete ich jedoch, der Rum war irgendwie so gar nicht nach meinem Geschmack. Dafür schmeckte er Holger umso besser...

Nachdem die Taucher wieder an Bord waren, fuhren wir einmal um die Insel herum und wurden an Land gebracht. Der Strand war ganz schön, auch wenn diese Insel nicht im Entferntesten an Saona herankam, nur leider gab es dort absolut nichts zu schnorcheln. Der Schnorcheltripp war also auf eine Stunde schnorcheln zu reduzieren. Toll. Dafür war es doch ein wenig teuer gewesen. Aber die Tauchschule hatte ein gutes Geschäft gemacht. Zu allem Überfluss holte uns jetzt auch noch der Regen ein.

Nachdem die Wolken wieder weitergezogen sind, gingen wir noch ein wenig am Strand entlang und ich verfiel in einen kleinen Fotowahn. Der Rückweg war dann ziemlich ungemütlich, es regnete teilweise sehr stark, was kombiniert mit der Geschwindigkeit doch etwas schmerzhaft im Gesicht war. Völlig durchnässt kamen wir gegen halb drei wieder am Hotel an und setzten uns an den Strand. Das Wetter meinte es aber leider nicht ganz so toll mit uns. Immer wieder zogen Wolken über den Strand und brachten den ein oder anderen Schauer mit. Wir versuchten trotzdem, unsere letzten Stunden am Strand zu genießen. Pünktlich zum Sonnenuntergang war dann alles wieder gut, die Wolken waren verschwunden und wir setzten uns noch ein wenig an den Pool. Nach dem Abendessen packten wir unsere Koffer, da wir am nächsten Morgen lieber noch an den Strand wollten, statt bei Sonnenschein im Zimmer zu hocken und zu packen.

Etwas traurig krochen wir dann ins Bett.

 

Tag 15 Adios Bayahibe!

Wir standen schon sehr früh auf – schließlich wollten wir jede uns bleibende Minute am Strand nutzen. Nach dem Frühstück gingen wir erstmal baden. Das Wetter meinte es gut mit uns. Also setzten wir uns noch mal mit einem Getränk ins Meer und versuchten nicht an die Abreise zu denken. So wirklich gelang mir das nicht. Der Gedanke, bereits in ein paar Stunden wieder auf dem Heimweg zu sein, versetzte mich nicht wirklich in Hochstimmung.

Und wie es nun mal so ist, die Zeit vergeht viel zu schnell. Kurz vor 10 Uhr gingen wir ins Zimmer, duschten und machten uns auf den Weg zur Rezeption. Die Fahrt zum Flughafen dauerte 2 Stunden. Ich machte noch einige Fotos und stellte für mich fest, dass es doch ein wirklich schöner Urlaub war – auch wenn ich nun schon zum zweiten Mal zurück in dieses Land gekommen war, in das ich ursprünglich nicht mehr wollte. Wer weiß, ob es dieses Mal das letzte mal war...

Am Flughafen hatte ich dann einen Megahunger. Der wurde nicht wirklich besser, nachdem wir eine Ewigkeit anstehen mussten, um endlich einchecken zu können. Allerdings verhinderte mein Geiz dann doch, dass ich mir einen Burger bei Wendys holte. Ich hatte mir schon ein Menu bestellt, sollte dann aber genauso viel Euro wie Dollar bezahlen, und kam mir echt verarscht vor. Ich erklärte dem Typen also, er kann seinen Burger alleine essen und ging mit hungrigem Magen wieder zurück. Das ganze war nicht ganz so effektiv, da sich Holger dann einen Burger holte, aber egal.

Nachdem wir noch eine Weile auf der Aussichtsplattform standen – diese befand sich eigentlich direkt auf dem Rollfeld – wurden wir zu unserem Flugzeug geführt. Es handelte sich nicht um eine Maschine von Condor, sondern um eine italienische, das für uns vorgesehene Flugzeug war wohl seit Tagen kaputt. Mit einem mulmigen Gefühl stiegen wir alle ein – kamen dann aber 9 Stunden später gesund und mehr oder weniger glücklich in Frankfurt an.

Die restlichen Stunden im Zug brachten wir dann auch noch hinter uns. Gegen Mittag erreichten wir den Berliner Ostbahnhof und waren zugegebenermaßen ziemlich groggy.

Mal schauen, ob wir die Samanatour irgendwann nachholen :-)