Tenriffa

30.06.2004

Am 30.06.2004 war es also endlich soweit, ich flog endlich einmal nach Teneriffa! Eigentlich hatte ich ja schon seit Jahren vor, mir dieses Inselchen mal nicht nur per Landkarte anzuschauen aber daraus geworden war irgendwie nie etwas. Aber nun waren Tom und ich endlich auf dem Weg….

Wir stellten unser Auto also in der Nähe des Stuttgarter Flughafens ab, zwuckelten mit unserem Koffer zur S-Bahn, lösten für die eine Station selbstverständlich ein Ticket :-) und bekamen dann, trotzdem wir fast die Letzten beim Einchecken waren, noch einen Fensterplatz. Den Flug haben wir dann beide ziemlich verpennt und so kamen wir recht entspannt auf Teneriffa an. Kaum im Hotel Lagos de Cesar in Playa Arena angekommen, machten wir uns auch schon auf die Suche nach einem günstigen Mietauto. Das war gar nicht so einfach, vor allem, wenn man wie ich, die Preise der Mieteautos auf Mallorca im Hinterkopf hat. Die hab ich dann aber schnell mal verdrängt, denn unter 20 Euro am Tag ging hier gar nichts…


01.07.2004

Am nächsten morgen krabbelte ich dann um halb 9 aus dem Bett und wartete darauf, dass auch Tom aufstand. Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf den Weg, um unser Autochen abzuholen… Nach kurzem Hin und Her entschieden wir uns, das Auto erstmal nur für 5 Tage zu nehmen und es dann gegebenenfalls zu verlängern. Auf dem Weg nach Santa Cruz fuhren wir in Güimar vorbei. Dort stehen einige „Pyramiden“, so werden sie zumindest genannt, die man besichtigen kann. Dort angekommen, beschloss ich, dass die 9,75 Euro Eintritt pro Person für mich nicht in Frage kommen, da ich schon von außen gesehen hab, dass diese Pyramiden kaum 3 Meter hoch waren und mich eigentlich mehr an die Mäuerchen erinnerten, die auf Teneriffa um jede Bananenplantage gebaut werden… Schließlich war ich gerade drei Wochen vorher in Kairo und hatte dort die richtigen Pyramiden gesehen, da konnte das hier ja eigentlich nur enttäuschend für mich sein. Da ich Tom, der nicht mit in Ägypten war, die kleinen Pyramidchen aber gönnte und er eh der große „Alte-Steine-Gucker“ ist, drückte ich ihm die 10 Euro in die Hand und sagte, ich würde so lange im Dorf spazieren gehen und in einer Stunde auf ihn warten. Nach einigem Zögern ging er dann auch endlich in Richtung Eingang und ich begab mich auf den Weg ins Dorfgetümmel…. Nur das ich es nicht fand. Ich latschte etwas durch die Gegend und nachdem mir bewusst wurde, dass ich ja das ganze Stück, das ich bergab ging, auch wieder hochlatschen musste, beschloss ich, meinen Bummel spontan für beendet zu erklären und wieder zurück zum Auto zu gehen. Dort setzte ich mich dann mit meinem Buch in die Sonne und wartete… und wartete… und wartete. Nach 1,5 Stunden war ich dann schon LEICHT angesäuert, hatte Durst ohne Ende und fragte mich, ob sich Tom mal zum Probeliegen in einer der Pyramiden angemeldet hatte oder was er da so lange trieb. Als hätte er die leichten Rauchwolken, entstanden durch übermäßigen Ärger meinerseits, entdeckt, kam er dann freudestrahlend aus dem Ausgang heraus und erklärte mir, er wäre auch überall ganz schnell vorbeigegangen und hätte sich nichts wirklich lange angeschaut. Na gut, wenn er meint, spätestens in diesem Moment habe ich mich dazu entschlossen, niemals mit ihm nach Ägypten zu fahren!


Kaum auf der Autobahn, stellte Tom fest, dass es irgendwie stinkt und schaute mich vorwurfsvoll an. Ich wies ihn darauf hin dass das wohl eher mit dem vor uns fahrenden LKW, der wie ein halbes Lagerfeuer qualmte, zusammenhing als mit mir. Daraufhin überholte er den LKW oder besser gesagt, er holte ihn ein, bis wir auf gleicher Höhe fuhren, um dann völlig fasziniert auf den sich auflösenden, qualmenden und stinkenden Reifen zu starren (wohlgemerkt während er fuhr) und zu rufen: „Schau mal, der Reifen löst sich auf!“ Da ich mir dieses Schauspiel lieber aus dem Rückspiegel ansehen wollte, rief in leicht genervt, er solle doch bitte an dem Teil vorbeifahren, da ich es nicht so prickelnd fände, neben dem LKW zu sein, wenn der Reifen sich endgültig verabschiedet. Oh Wunder, Tom hörte auf mich und kaum waren wir ein paar Meter weiter, flogen mehr oder weniger große Teile vom Reifen weg, der nachfolgende Verkehr hupte hektisch und der LKW fuhr rechts ran…

Wir fuhren also weiter nach Santa Cruz, bzw. nach Playa Teresita, einem Strand nördlich der Hauptstadt, der mit Saharasand aufgefüllt wurde. Wäre der Wind nicht gewesen, hätten wir dort auch sicher ein paar entspannte Stunden verbringen können, so aber kämpften wir die meiste Zeit mit dem Sand, der uns fast zu erschlagen drohte. Von den knirschenden Zähnen nahezu unbeeindruckt (zumindest äußerlich) hielten wir es dennoch 2 Stunden an diesem Strand aus und aalten uns in der Sonne, bis wir dann um halb 5 endlich aufbrachen, um uns Santa Cruz anzuschauen. Dank der Bimmelbahn, die die Touris an allen Sehenswürdigkeiten vorbei kutschiert, mussten wir faulen Säcke nicht einmal laufen. Da wir uns aber eh immer und überall verlaufen, war das für uns natürlich optimal. Die halbe Stunde bis zur Abfahrt schlenderten wir noch durch die Fußgängerzone. Bei dem Versuch, einen Kiwi- und einen Melonensaft zu bestellen, traf ich mal wieder an die Grenzen meines Spanischkönnens oder die Trulli wollte mich nicht verstehen. Ich gehen mal eher von Letzterem aus, da Tom plötzlich einen Aprikosensaft aus der Flasche bekam und mein Kiwisaft überwiegend aus Orangen bestand, das war wohl einfacher als tonnenweise Kiwis auszupressen… na egal, lecker war es trotzdem.

Die Fahrt mit der Bimmelbahn war prinzipiell ganz interessant, wenn man mal davon absieht, dass wir die einzigen Mitfahrenden waren und den Verkehr in den kleinen Strassen häufig aufhielten. Da wir aber hart im Nehmen sind, versuchten wir, die vorwurfsvollen Blicke zu ignorieren und uns aufs Fotografieren zu konzentrieren. Dass wir dann aber sogar durch den Park gefahren sind – und somit auch leicht entnervte Blicke der Fußgänger ernteten – überraschte uns doch etwas! Nach einem Fahrerwechsel und einem Tankstopp (und wieder erregte unsere Bimmelbahn genervte Blicke, wir parkten nämlich zwei andere Fahrzeuge zu) kamen wir nach 45 min. wieder an unserem Ausgangspunkt an und gingen zu unserem Auto zurück.

Auf dem Rückweg beschlossen wir, uns noch Medano, ein Örtchen an der Ostküste, anzuschauen. Der Strand ist wohl einer der längsten, wenn nicht der längste der Insel und ausgezeichnet zum Surfen geeignet, da es dort in der Regel recht windig ist. Tom fand sofort Gefallen an dem Treiben in diesem Ort, oder sagen wir besser: An den Bars, Kneipen und Restaurants, die bis direkt an den Strand gebaut waren. Wir tranken also noch etwas und machten uns dann schon leicht gerädert auf den Rückweg zu unserem Hotel. Nach dem Essen setzte sich Tom noch ein wenig an die Bar und ich ging aufs Zimmer. Nach nicht einmal 30 min. fielen wir beide dann ziemlich erledigt ins Bett.


02.07.2004
Ich wurde schon wieder ziemlich früh wach, schließlich packte mich die Unternehmungslust, und ich hoffte, dass auch Tom bald aus den Federn krabbeln würde. Das tat er dann zum Glück auch und so konnten wir vor dem großen Ansturm am Buffet frühstücken gehen. Heute stand der Norden der Insel auf unserem Plan. Ich packte also meine sieben Sachen, d.h., meine Reiseführer, Landkarten etc. und lotste Tom in Richtung Garachico, einem kleinen Örtchen an der Nord-Westküste der Insel. Da die Strasse dorthin sehr kurvenreich war, brauchten wir doch etwas mehr Zeit, als wir ursprünglich dachten. Aber schon die Strecke allein war den Weg wert! War der erste Tag landschaftlich gesehen doch sehr karg, so stießen wir nun endlich in die grüneren Gegenden der Insel vor. Und ich verstand auch endlich, wie das mit den in meinen Reiseführern beschriebenen drei Klimazonen „unter den Wolken, in den Wolken und über den Wolken“ gemeint war. Denn plötzlich sahen wirunter uns Wolken… Während Tom noch ganz fasziniert von der Aussicht weiterfuhr, hatte ich schon wieder etwas Neues entdeckt:

Eine Kamelfarm zu unserer Linken. Kurzerhand brachte ich Tom dazu, bei einer Kamelsafari mitzumachen. Ok, die Strecke, die wir mit den Kamelen zurücklegten, hätten wir zu Fuß wohl in der Hälfte der Zeit geschafft aber lustig war es trotzdem. Die zu Beginn des Ausritts gemachten Bilder von uns für 6 Euro wollten wir dann aber doch nicht…

Unsere nächste Station war dann also Garachico. Wir erreichten das Dorf, nachdem wir uns durch die Wolken an die Westküste vorgekämpft hatten. Auch wenn es sich hierbei nur um einen kleinen Ort handelt, waren wir beide doch recht angetan von ihm. Zum einen verfügt er über eine wirklich schöne Altstadt und eine alte Zitadelle und zum anderen wurden die Lavasteine an der Küste zu einem wirklich schönen Naturschwimmbecken ausgebaut. Wir verbrachten einige Zeit an diesem Ort, liefen über die kleinen Wege, die die einzelnen Badestellen miteinander verbinden und aßen noch einen Salat direkt an der Badestalle. Die Echsen, die überall um uns herumliefen, faszinierten Tom allerdings mehr als alles andere, er griff immer wieder hektisch zum Fotoapparat und war dann doch nicht schnell genug :-).

Von Garachico aus fuhren wir weiter nach Icod, einem Ort, in dem der älteste Drachenbaum (das Wahrzeichen Teneriffas) der Insel steht. Wir verfuhren uns erstmal im Ort, was auch nicht wirklich verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass die Hinweisschilder zum Abbiegen nicht selten nach der Abbiegung anstatt davor angebracht sind. Irgendwie kamen wir aber doch an und fanden sogar einen Parkplatz fast direkt vor dem Eingang des Parks. Für die ca.100 Meter bis zum Drachenbaum, welcher auf ca. 1000 bis 2000 Jahre alt geschätzt wird, brauchten wir dann allerdings noch einmal eine ganze Weile, da wir alle paar Sekunden stehen blieben und krampfhaft versuchten, uns einer der unzähligen Echsen zu nähern, um sie gut fotografieren zu können. Nichtsdestotrotz waren wir von dem Baum doch mehr beeindruckt als von den Echsen :-). Der anschließende Gang durch den Botanischen Garten wurde dann wieder eher zu einer Echsenjagt. Auch wenn das Gelände schön angelegt war, enthielt es doch kaum Pflanzen, die wir auf unseren Touren nicht schon in freier Natur gesehen haben. Nachdem wir dann alle Wege abgelaufen waren, machten wir uns auf die Weiterfahrt nach Puerto de la Cruz.

   

Bevor wir uns allerdings sie Stadt ansahen, stand noch ein Abstecher ins Gebirge auf unserem Plan. Wir wollten die in unseren Reiseführern immer wieder beschriebenen „Los Organos“, eine Felsformation in Orgelpfeiffenform, ansehen. Dieses Vornehmen entpuppte sich jedoch als kleiner Reinfall. Das fing schon damit an, dass wir den beschriebenen Parkplatz nicht fanden, was auch nicht wirklich verwunderlich war, denn die Reiseführer gaben diesbezüglich unterschiedliche Angaben! An einem Fischteich fragten wir also einen Einheimischen und versuchten, uns an einer Wanderkarte zu orientieren. Daraufhin stellten wir unser Auto am Straßenrand ab und entschlossen uns für einen kleinen Trampelpfad, den wir für den richtigen hielten. Tom hatte mit seinen Birkis bei dem teilweise doch recht steilen Pfad und den ganzen Wurzeln wahrscheinlich ziemliche Probleme nicht auszurutschen, würde dies aber natürlich NIEMALS zugeben, schließlich handelt es sich ja um seine heiligen Birkis… Irgendwann kamen wir an eine Weggabelung, die wir ja laut Karte schon erwartet hatten und schlugen den Weg nach links ein. In Erwartung auf den Anblick der in jeder Karte gekennzeichneten Orgelpfeiffen wanderten wir also weiter… und kamen an eine neue Weggabelung. Diese gab es in unserer Karte aber nicht! Sicherheitsweise hatten wir vorher noch ein Bild mit der Digi von der Wanderkarte gemacht aber auch dieses Bild half uns nicht wirklich weiter. Wir wussten nun vielmehr gar nicht mehr, wo wir waren und entschieden uns abermals für den linken Weg. Sowohl Tom als auch ich fragten uns immer wieder, wie blöd man denn eigentlich sein muss, um bei dieser Hitze planlos durch den Wald zu latschen und nach einem Felsen zu suchen, von dem man nicht einmal weiß, wie er aussieht. Kurz bevor wir endgültig die Nase voll hatten, schaute ich zufällig nach oben uns entdeckte über den Baumkronen einen Felsen, der mit sehr viel Phantasie für etwas Ähnliches wie Orgelpfeiffen durchgehen könnte. Tom stimmte da zwar nicht wirklich zu, Lust weiterzulaufen und zu hoffen, wir seien richtig, hatte er aber auch nicht. Also machten wir kehrt und liefen zurück. Nach einer Weile kam uns ein Mann entgegen, den ich auf Spanisch fragte, ob er mir den Weg zu den Organos sagen könne. Er antwortete auf deutsch, dass sie genau in der Richtung liegen, aus der wir kommen. Na super, da kram ich mal mein Spanisch raus und bekomme mitten in der Walachei ne deutsche Antwort! Wer soll denn auch damit rechnen, wenn deutsch nicht mal in den Ferienorten verstanden wird??? Na jedenfalls erklärte uns der Mann, dass es sich bei den von uns beschriebenen Felsen wirklich um die überall angepriesenen Orgelpfeiffen handelt und dass man diese ja auch von der Strasse aus sieht. „WIE BITTE???“ Das waren wohl sowohl Toms, als auch meine Gedanken. Zurück auf der Strasse, schauten wir also zurück und hatten einen einmaligen Blick auf die Felsen. An dieser Stelle verschweige ich einfach, dass wir vorher wir die Deppen hin- und hergelatscht sind, um einen geeigneten Platz zum Fotografieren zu finden…

Leicht entnervt, aber mit dem guten Gefühl, etwas für die Gesundheit getan zu haben (irgendetwas Gutes mussten wir der Aktion ja abge-winnen), fuhren wir also nach Puerto de la Cruz, wo wir die künstlich angelegten Lido de San Telmo und Lago Martinez für eine Abkühlung nutzen wollten. Pustekuchen… einer der beiden künstlich angelegten Badeseen befand sich so wie es aussah im Bau und der andere war erstens recht voll und zweitens sah das Ganze aus der Entfernung irgendwie nicht so einladend aus, wie ich es erwartet hatte. Also nutzen wir die Zeit für einen kleinen Stadtbummel und kehrten nach nicht allzu langer Zeit zu unserem Auto zurück und machten uns auf den Heimweg. Meine Superabkürzung war dann doch nicht so der Knaller, sie führte eher dazu, dass wir das Abendessen in unserem Hotel verpassten. Unterwegs kamen wir dann noch an einer Bananenplantage vorbei, bei der eine Staude mitten auf die Strasse hing, was ich natürlich als eine Einladung zum kosten interpretierte. Nun ja, so wirklich reif waren die Dinger wohl nicht, es sei denn, kanarische Bananen müssen steinhart sein. Aber dafür ist mir der Bananensaft direkt aus der Banane auf den Schuh gelaufen, war dann wohl die Strafe… Nach dem Duschen machten wir uns dann auf die Suche nach einem Restaurant in unserem Ort. An sich stellte das ja kein Problem dar aber nachdem wir uns dann für einen Österreicher (einheimische Küche wurde irgendwie nirgends angeboten) entschieden hatten, dieser uns aber so lange ignorierte und lieber mit anderen Gästen quatschte, dass wir genervt wieder aufstanden, landeten wir bei einem Chinesen mit Meerblick. Auch über das Menü für 5 Euro konnte man sich nicht beschweren, nur auf das kleine Stück Draht in meiner Suppe hätte ich auch verzichten können… Tom pflanzte sich dann noch ein paar Minütchen an die Hotelbar und ich ging auf`s Zimmer schlafen.

03.07.2004

Dieser Tag war ursprünglich als ein halber Ruhetag geplant, er entwickelte sich jedoch unfreiwilligerweise zu einem vollen Ruhetag. Laut Reiseführer gab es einen „Exotischen Park“, mit landestypischen Pflanzen und Tieren. Auf der Fahrt nach Las Americas verstärkte sich bei uns jedoch immer mehr der Verdacht, dass es sich bei diesem Park um den überall angepriesenen Loro Parque, eine Touri-Attraktion, handelte. So war es dann auch. Auf dem Parklatz legten wir dann eine kleine Nachdenk- und Diskutierpause ein, ob wir uns die 19 Euro Eintritt pro Person wirklich geben wollen und entschieden uns einstimmig für die „Nein-Variante“. Aber dafür werden wir wohl zu Hause mal wieder in den Zoo gehen :-). Den Kaktus-Park ließen wir aus, Kakteen konnten wir schließlich jeden Tag auf unseren Fahrten begutachten und so angetan sind wir nun beide nicht von den stacheligen Dingern. (Bei einem Palmen-Park hätte ich mir das sicher noch einmal überlegt :-). Aber eine Bananenplantage mit angeschlossenem Museum oder zumindest etwas in der Art wollten wir noch besichtigen. Das große Hinweisschild auf der Strasse verwies uns in eine kleine Seitenstrasse, der wir dann folgten… bis genau vor ein verschlossenes Tor. Dort deutete irgendwie gar nichts daraufhin, dass sich an dieser Stelle irgendetwas anderes als ein Privatgrundstück befand. Wir fuhren die Strasse also noch einmal hoch und runter, immer gefolgt von einem anderen PKW, der mindestens genauso planlos aussah (nein, natürlich nicht der PKW, sondern die Insassen!) wie wir. Ich fragte dann ein paar Arbeiter, was mit dem Park los sei und die erzählten mir nur, er wäre offen, ganz toll. Also machten wir noch einmal kehrt, fuhren von der anderen Seite an das Grundstück heran und fanden doch tatsächlich ein offenes Tor. Bevor wir jedoch bei dem Eintrittsschild ankamen, wies uns ein älterer Mann darauf hin, dass am Wochenende (und das fängt auf Teneriffa offensichtlich am Freitag an, denn es war Freitag) geschlossen sei. „Ok“, dachten wir uns, „dann kommen wir eben am Montag wieder und machen heute einen auf Strand“.

Kurz danach parkten wir unser Auto in Los Christianos und machten uns auf den Weg zum Meer. Nach ein paar Stunden brannte uns langsam die Ommel und mich packte ehrlich gesagt schon wieder ein wenig die Langeweile… (Aber ich habe mich mindestens 3 Stunden ruhig verhalten, da will ich mal kurz dezent drauf hinweisen). Ich weiß nicht genau, ob Tom auch die Nase voll hatte oder ob er befürchtete, dass ich ein Hibbel (ungeduldig rumhüpfendes Etwas :-)) werden würde, jedenfalls packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns, nachdem wir uns noch ein Baguette und Melone in einem Supermarkt gekauft hatten, auf den Weg ins Teno-Gebirge nach Masca. Das alte Bergdorf ist nur über eine sehr kurvenreiche enge Strasse zu erreichen und tagsüber das Ziel unzähliger Ausflugsbusse. Wir waren froh, dass wir uns erst nachmittags zu dieser Tour entschlossen hatten, da die Strecke hinter den Bussen fahrend sicher nicht sehr amüsant ist. Allerdings hätten wir den Weg dann wahrscheinlich ohne Probleme gefunden, so kurvten wir erstmal leicht verunsichert durch Santiago del Teide, von wo aus die Strasse nach Masca eigentlich abzweigen sollte. Das tat sie auch, nur lag das Hinweisschild am Straßenrand (oder besser gesagt auf dem Bürgersteig an der Hauswand), so dass wir es nicht wirklich registrierten. In Masca sind wir dann ein wenig hin- und hergefahren, wer diesen Ort kennt, weiß jedoch, dass man da nicht wirklich viel zum hin- und herfahren hat… Aber schön war es und schon alleine die Strecke mit der grandiosen Aussicht auf die Nachbarinseln La Gomera und La Palma war die Fahrt wert. Da wir diesmal ja schon wussten, wie man NICHT fahren sollte (ich sagen nur: Meine unschlagbare Abkürzung des Vortages), kamen wir diesmal auch recht zügig voran und konnten somit auch wieder im Hotel abendessen…. Ich leistete Tom dann an der Bar noch kurz Gesellschaft, ging aber doch bald ins Bett.

04.07.2004

Für diesen Tag hatten wir uns richtig was vorgenommen… und haben eigentlich nichts geschafft. Wir haben uns morgens aus dem Bett gequält und sind frühstücken gegangen. Da wir heute ja eine drei-Stunden Wanderung geplant hatten (ja ok, ich geb` es ja zu, geplant hab eigentlich nur ich.. aber Tom hat zugestimmt!), trödelten wir nicht, stellten dann nach dem Essen aber fest, dass wir ja eigentlich beide lieber weiterpennen würden. Und das taten wir dann auch prompt. Um 12 Uhr krabbelten wir dann wieder aus der Koje und fuhren nach Las Americas an den Strand. So wurde aus unserem sportlichen Wandertag ein Faulenzertag wie er im Buche steht. Wir kauften uns noch ein Baguette und etwas Salami und somit war der Tag für uns in Ordnung. Nach einigen Stunden hatten wir dann auch genug und machten uns mit leichten Sonnenbränden auf den Rückweg nach Playa Arena.

Da wir unser Mietauto eigentlich nur für 5 Tage gemietet hatten, der letzte Tag also noch nicht verplant war (oh man und das bei mir, einen ganzen Tag gänzlich ohne Plan!), fuhren wir noch in Los Gigantes am Hafen vorbei, um uns dort nach Bootsausflügen zu erkundigen. Wir entschieden uns für eine Tour auf einem Segelschiff (eigentlich war es eher ein Schiff mit Segeln…. und Motor), auf der man Delfine sehen sollte. Da waren wir ja noch ein wenig skeptisch, ich glaubte aber mal wieder daran, dass die einem das ja nicht versprechen können, wenn die Chancen sehr gering sind… Das Hinweisschild nach Playa Arena schickte uns dann direkt in eine Baustelle… wir hatten uns schon gewundert, weshalb das uns entgegenkommende Fahrzeug so einen Alarm mit Hupe und Lichthupe usw. gemacht hatte. Also fuhren wir doch wieder ganz außen herum, was aber trotzdem noch eine recht kurze Strecke war. Diesmal kamen wir auch noch rechtzeitig zum Essen, ich konnte also wieder getrost auf meine Drahtsuppe verzichten. Da an diesem Tag das Endspiel der Fußball EM war, pflanzten wir uns nach dem Essen vor die Glotze und jubelten uns eins, als die Griechen ihr Tor schossen… Besonders Tom (an alle, die ihn nicht kennen: Er ist absoluter Griechenland- bzw. Kreta-Fan) ging an diesem Abend gut gelaunt ins Bett.

05.07.2004

Heute hieß es: NICHT TRÖDELN (ein Moto ganz nach meinem Geschmack :-). Denn an diesem Tag stand der Nationalpark des Teide auf dem Tagesplan. Wir standen etwas früher als sonst auf und machten uns auch gleich nach dem Frühstück auf die Socken. Dieses Schild stand in Santiago del Teide noch an der Stelle, wo es hingehörte, also fanden wir den Nationalpark auch ohne größere Probleme. Da es noch recht früh war und bis zu diesem Zeitpunkt kaum Reisebusse unseren Weg gekreuzt hatte, beschlossen wir, sämtliche Fotostopps (also die ca.57 Stopps…) auf später zu verlegen und zuerst zum Teide zu fahren, um nicht so lange an der Seilbahn anstehen zu müssen. Kaum waren wir dort angekommen, kam der Zeitpunkt für eine erneute Preisdiskussion. Die Auffahrt mit der Bahn zum Teide hinauf betrug nämlich satte 20 Euro pro Person. Das fanden wir dann doch etwas heftig, setzten uns schmollend auf die Plattform und entschlossen uns dann zähneknirschend doch dazu, auf den Berg hinaufzufahren.

Oben auf der Plattform stellte Tom fest, dass die ersten, die direkt vor uns hinauf gefahren waren, schon wieder nach unten wollten, woraus wir schlossen, dass es wohl nicht sehr viel zu sehen gibt. Es lag dann aber doch eher daran, dass ein ziemlich hoher Prozentsatz der Anderen mit Trägerkleidchen und T-Shirts auf den Berg gefahren waren und sich nun den A… abfrierten. Wie soll man auch darauf kommen, dass es in über 3000m Höhe etwas kälter und windiger sein könnte? Ja, manche Leute gönnen ihrem Hirn im Urlaub halt auch etwas Freizeit… macht ja nichts, dadurch hatten wir die Wege zu den Aussichtspunkten auf dem Teide fast für uns alleine! Wir zwuckelten also über die recht unebenen Wege (ich brauch wohl nicht extra zu erwähnen, dass Tom wieder mit seinen heißgeliebten Birkis unterwegs war, was bei den –teilweise recht gut ausgestatteten Wanderern – auf skeptische Blicke stieß) und schauten uns alles an, wanderten von Schwefelwolke zu Schwefelwolke (schließlich handelt es sich um einen Vulkan) und ärgerten uns ein wenig, dass die Wolken die Sicht auf anderen Inseln verhinderten. Es war schon interessant, schade war nur, dass man für das restliche Stück bis zum Gipfel über eine Genehmigung verfügen musste, die wir jedoch nicht hatten. Somit blieben wir, wie alle Anderen, auf den für alle freigegebenen Wegen. Nach etwas über einer Stunde kehrten wir dann zu der Seilbahn zurück und fuhren wieder hinab. Da inzwischen schon halb Teneriffa auf dem Teide versammelt war, beschlossen wir, unsere Fahrt durch den Nationalpark fortzusetzen. Das Besucherzentrum ließen wir dabei aus, wir beschränkten uns lieber darauf, alle paar Meter anzuhalten und dutzende von Fotos zu machen (nochmals vielen Dank dem Erfinder der Digitalkamera!). So kämpften wir uns von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt, liefen ein wenig durch die steinige Gegend, wanderten um bizarre Felsen (und genossen die Aussicht. Nachdem wir einige Stunden im Nationalpark verbracht hatten, waren wir ziemlich erledigt (wir beide betrachteten natürlich die dünne Luft auf dem Teide als die Ursache dafür und nicht etwa unsere eventuell mangelhafte körperliche Verfassung :-) und machten uns über Vilaflor, dem angeblich höchst gelegenen Dorf Spaniens (oder auch der Kanaren, die Reiseführer waren sich diesbezüglich nicht wirklich einig) auf den Weg nach Las Americas. Dort wollten wir nun den zweiten Anlauf zur Besichtigung der Bananenplantage (mit recht eingeschränkten Öffnungszeiten) starten. Diesmal waren wir auch erfolgreich, zumindest was die Möglichkeit der Besichtigung antrifft…. Die 10 Euro Eintritt erforderten diesmal nicht einmal mehr eine Diskussionspause, wir waren uns sofort einig, dass wir das nicht auch noch als Eintrittsgeld löhnen wollten, schon gar nicht, wo uns noch die insgesamt 40 Euro von der Teide-Seilbahn wurmten. Also fuhren wir gleich weiter nach Las Americas und legten uns an den Strand. So gegen 18 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg, schließlich wollten wir noch einen Großeinkauf im Supermarkt machen und ins Internetcafe gehen. Der Großeinkauf bestand dann aus zwei Flaschen Olivenöl und das war`s dann auch schon. Im Internetcafe kämpfte ich mit einer fast an jeder Taste hakenden Tastatur, so dass ich nach den 20 min. zwar nicht wirklich viele Mails geschrieben hatte, aber gnadenlos genervt war.

Nach dem Essen wollten wir den letzten Abend an dem wir ein Auto hatten, noch einmal richtig ausnutzen. Bei diesem Vorhaben sind wir allerdings ziemlich gescheitert… Weder in unserem Ort, noch in Alcala oder San Juan konnte man auch nur ansatzweise davon reden, dass „etwas los“ sei! Da wir beide keine Lust hatten, bis nach Las Americas zu fahren, beschlossen wir, einen letzten Versuch in Los Gigantes bzw. Puerto Santiago zu starten. Wir fuhren also die Strandstrasse von Puerto Santiago entlang und befanden uns plötzlich wieder in Paraiso, d.h. ca. 20 Meter von unserem Hotel entfernt! Hm, zwar waren wir bei unserer Suche nicht wirklich erfolgreich gewesen, hatten aber zumindest den kürzesten Weg nach Los Gigantes, von wo aus wir am nächsten Tag einen Bootsausflug machen wollten, entdeckt. Resignierend setzten wir uns also an die Bar und tranken dort noch etwas.

06.07.2004

Wie jeden morgen waren wir auch an unserem letzten Tag schon vor dem Klingeln des Weckers wach und machten uns fertig für den Tag. Nach dem Frühstück gammelten wir noch ein wenig im Zimmer herum, bevor wir uns an der Rezeption ein Taxi rufen ließen. Dieses fuhr uns nach Puerto Santiago und nach einigem Hin und Her erreichten wir dann auch den Hafen, in dem „unser“ Boot, die „Flippero Uno“, stand. Da der Fahrer ausschließlich Spanisch sprach und wir nicht so recht wussten, zu welcher Ortschaft der Hafen, zu dem wir mussten, nun gehörte, zog sich die Fahrt ein wenig in die Länge. Ich hatte aber zugegebenermaßen mal wieder leichte Hektik verbreitet, so dass wir wahrscheinlich die halbe Insel noch hätten umrunden können, ohne die Abfahrt des Bootes zu verpassen :-). Wir standen also noch ein wenig doof in der Gegend herum, bis wir an Bord durften und uns einen Platz sicherten. Tom hielt es für wahrscheinlich, dass es außer uns nur noch wenige andere Gäste geben würde und wir uns sowieso nicht auf einen festen Sitzplatz festlegen müssen. Da lag er ein ganz wenig daneben, das Boot wurde nämlich brechend voll! Wir waren also froh, dass wir nicht in der Mitte sitzen mussten, vor allem, weil ich, nachdem ich mitbekommen hatte, dass der erste Gast, der einen Delfin entdeckt, eine Flasche Champagner bekommt, meine Adleraugen aufsperrte und halb über der Reling hing :-). Na ok, das mit den Adleraugen ist nicht so ernst zu nehmen, schließlich habe ich vor nicht ganz drei Wochen bei meinem letzten Sehtest peinlicherweise Zahlen für Buchstaben gehalten (kann doch mal vorkommen, oder?)…

Wir fuhren an der Küste entlang, Tom bewaffnet mit seinem Fotoapparat auf die Küste starrend und ich augenzusammenkneifenderweise auf`s Meer starrend. Ha, und dem Sehtest zum Trotz war ich es wirklich: Die erste, die einen Delfin sah! Wahrscheinlich spielte da mein Instinkt für Gratisalkohol eine entscheidende Rolle aber egal, ich bekam die Pulle, hihi. Nur dass ich die dann vor versammelter Mannschaft und unter Applaus abholen musste fand ich dann nicht so prickelnd (Tom dafür umso mehr). Wir fuhren also, begleitet von einigen Delfinen, ein Stück weiter und jeder versuchte verzweifelt, die hektisch hin und her schwimmenden Tiere möglichst gut fotografieren zu können. Tom und ich hatten da mit unseren beiden Kameras wohl wieder einen kleinen Vorteil zu verbuchen… Nach ca. 20 min. machten wir uns dann auf die Weiterfahrt zur Bucht von Masca, dachte ich zumindest…

In der Bucht, die ich eigentlich gar nicht für eine Bucht hielt, machten wir dann Pause und hatten Zeit zum schwimmen. Damit auch wirklich jeder auf dem Videofilm, der von einem professionellem Filmer gedreht wurde, zu sehen sein wird, wurde uns erzählt, wir sollen nur auf der linken Seite des Bootes bleiben, da es rechts Piranhas und Haie gäbe. Und man soll es nicht für möglich halten, ich war tatsächlich die Einzige, die auf die andere Seite des Bootes schwamm! Ich will jetzt lieber nicht wissen, was die Ursache dafür war, ob die Anderen nur so kamerageil, schwimmfaul oder einfach so dumm waren und den Kram geglaubt haben. Nur soviel: Die Diskussion des Pärchens neben mir machte deutlich, dass nicht alle Anwesenden dies für einen Scherz der Besatzung hielten…

Nach der Schwimmpause bekamen wir dann Reis mit Gemüse und Brot zu essen. Anschließend lief einer der Crew mit einer Flasche über`s Boot und spritzte jedem etwas von einem Getränk (was uns später als ein Gemisch von Ron Miel, Bananenlikör und Fanta erklärt wurde) in den Mund. Tom konnte offensichtlich gar nicht genug bekommen, er schluckte die Flüssigkeit genauso schnell, wie sie ihm in den Mund gespritzt wurde, woraufhin ihn der Typ ziemlich überrascht anschaute. Das hätte er lieber nicht tun sollen, als Tom ihm nämlich in das verdutzte Gesicht sah, musste er lachen, nur hatte er ja noch die Flüssigkeit im Mund… eine Sekunde später befand diese sich dann aber auf seinem und dem T-Shirt des Anderen… Egal, da niemand solange durchgehend trinken konnte wie Tom, bekam er eine extra Portion des Getränks, diesmal aber sicherheitshalber in einem Becher. Kurz darauf wurde der Anker wieder eingeholt und wir nahmen die Weiterfahrt wieder auf. Nach einigen Minuten erreichten wir die Bucht von Masca, in der wir laut Programm Zeit zum Schwimmen bekommen und Mittagessen (hä?) sollten. Ok, dann war das davor wohl wirklich keine Bucht, was auch erklärt, dass nirgendwo der Wanderweg zu entdecken war, der durch die Berge hinab in die Bucht führt. Toll, und ich hatte vorher doch schon glatt begonnen, das Vertrauen in meine neu entdeckte unübertreffliche Sehkraft zu verlieren, da ich den Weg nirgends entdecken konnte! Als wir in geringer Entfernung von den Felswänden, in denen sich unzählige Möwen aufhielten, entlangfuhren, versuchte einer der Crewmitglieder die Möwen mit Käse zu füttern. Die Möwen, offensichtlich an diese Prozession gewöhnt, kamen angeflogen und nahmen den Käse teilweise aus der Hand des Mannes, ihm den Käse jedoch aus dem Mund zu nehmen, verweigerten sie dann doch. Wenige Minuten später erreichten wir dann auch den Hafen von Los Gigantes und verließen das Boot.

Tom und ich machten uns auf den Weg in den nächsten Supermarkt, ich wollte unbedingt eine Flasche des Ron Miel (Rum mit Honig) kaufen und dann weiter zum Strand, wo wir die nächsten Stunden verbrachten. Um ca. 18 Uhr trudelten wir dann wieder an der Playa Arena ein und machten uns für das Abendessen fertig. Ich hatte inzwischen an meiner Rumflasche genippt und spontan beschlossen, dass mir die schlappen 0,35 ml nicht genügten, ich also noch einmal zu einem Supermarkt musste, um für einen größeren Vorrat zu sorgen. An diesem Abend waren wir aber nicht mehr erfolgreich, die meisten Läden hatten schon zu, und so tranken wir (mal wieder) noch ein Schlückchen an der Bar.


07.07.2004

Auch an diesem Tag standen wir recht früh auf und genossen unser letztes Frühstück im Hotel. Danach packten wir unseren Koffer, der irgendwie kaum noch zu gehen wollte (Die Flasche Champagner, der Liter Bananenlikör und die Zigaretten nahmen wohl mehr Platz weg als geplant). Wir deponierten unser Gepäck in einem Aufbewahrungsraum im Hotel, checkten aus und legten unsere Handtücher und das Handgepäck am Pool ab. Danach zwuckelten wir ein letztes mal durch den Ort und kehrten kurz darauf mit einer Flasche Ron Miel und einem T-Shirt für meinen Neffen zurück. Tom tat das, was er am liebsten tut, er legte sich auf die Liege und schlief ein wenig. Ich bekam mal wieder Langeweile und konnte nicht still sitzen, also las ich mal ein paar Minuten, dann ging ich in den Pool, schaute unzählige Male auf die Uhr und hoffte, dass die Zeit bald vorbei ist.

Um kurz vor 14 Uhr zogen wir uns dann um, stopften die Handtücher in unseren Koffer und warteten auf den Bus, der mit 20 Minuten Verspätung an unserem Hotel ankam. Die nächsten 70 min. fuhren wir dann von Hotel zu Hotel und holten die übrigen Abreisenden ab. Wie befürchtet reiste auch die zehnköpfige Familie, die uns schon auf der Hinfahrt auf die Nerven ging, ab und saß im Bus in unserer unmittelbaren Nähe…

Der Flug verging dann recht schnell (im wahrsten Sinne des Wortes, wir kamen eine halbe Stunde früher als geplant), so dass wir kurz nach 23:30 wieder zu Hause waren.
Teneriffa